Anmeldefrist für Weltjugendtag in Lissabon endet Freitag

"Viel Kreativität und Energie"

Am Freitag ist im Erzbistum Köln Anmeldeschluss für die Teilnahme am Weltjugendtag in Lissabon. Die Vorbereitungen für das größte Event für junge Katholiken im August laufen auf Hochtouren, im Gastgeberland und in den Bistümern.

Fähnchen mit dem Logo des Weltjugendtags 2023 in Lissabon und von Portugal / © Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani (KNA)
Fähnchen mit dem Logo des Weltjugendtags 2023 in Lissabon und von Portugal / © Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani ( KNA )

DOMRADIO.DE: Die Pilgerreise muss organisiert werden. Deswegen ist am Freitag Anmeldeschluss. Wie sieht es bisher aus?

Marianne Bauer / © Tim Helssen (DR)
Marianne Bauer / © Tim Helssen ( DR )

Marianne Bauer (Diözesanjugendseelsorge im Erzbistum Köln): Es melden sich gerade in den letzten Tagen vermehrt Gruppen an, die sich bisher gesammelt und gefunden haben. Daher ist auf dem letzten Drücker ziemlich viel los im Anmeldeprozess. Wir freuen uns aber über alle, die mitfahren. Wir werden sicherlich eine etwas kleinere Gruppe sein, als das vor mehreren Jahren in Polen der Fall war, aber das ist diversen Umständen geschuldet. Wir freuen uns, egal wie groß die Gruppe wird.

DOMRADIO.DE: Der Reisepreis, der war wegen der gestiegenen Energiepreise erst mal recht hoch. Gute Nachricht, der konnte gesenkt werden.

Marianne Bauer (Jugendseelsorge im Erzbistum Köln)

"Wir haben alles an Zuschüssen organisiert, was da möglich war. Umso besser, dass wir jetzt noch mal für Entlastung sorgen können."

Bauer: Genau, er ist immer noch hoch. Ich finde 829 Euro für junge Menschen immer noch viel Geld. Aber wir konnten eben noch mal um 100 Euro runtergehen, weil wir uns noch mal sehr bemüht haben, für Entlastung zu sorgen. Uns war das von Anfang an bewusst, dass das sehr viel Geld und ein hoher Preis ist. Aber es hat eben auch mit den gestiegenen Energiepreisen zu tun. Es gab da nicht viele Möglichkeiten. Wir haben alles an Zuschüssen organisiert, was da möglich war. Umso besser, dass wir jetzt noch mal für Entlastung sorgen können.

DOMRADIO.DE: Zum Weltjugendtag gehören fünf Tage mit Gottesdiensten, Katechesen, Konzerten und Podien in Lissabon. Da kann man nicht überall sein. Was steht für die Jugendlichen aus Köln auf jeden Fall auf dem Programm?

Bauer: Wir werden sicherlich wieder an drei Tagen Katechesen haben in einer Katechese-Kirche. Es wird vermutlich keine Kirche sein nur für uns Kölner, sondern eine deutschsprachige Katechese und darüber hinaus die üblichen Angebote des Weltjugendtages: die Willkommensfeier mit dem Papst, den Kreuzweg wird es zentral geben, natürlich die Abschlussfeier und am Vorabend die Vigil. Dazwischen ist aber auch Zeit, sich mit anderen jungen Menschen zu treffen, die Stadt zu erkunden und einfach Weltjugendtagsfeeling zu genießen.

DOMRADIO.DE: Sind schon genügend Gastfamilien gefunden, bei denen die Jugendlichen vorher sein können?

Bauer: Von Lissabon weiß ich das ehrlich gesagt noch nicht, weil dort wirklich auch die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen. Aus Aveiro kriegen wir sehr positive Signale. Sie haben das Ziel, dass alle Jugendlichen in Gastfamilien untergebracht werden sollen und sind sehr zuversichtlich, dass das auch klappt. Die Stimmung ist gut, die Leute freuen sich, die Familien freuen sich und aktuell sind die Organisatoren im Bistum mit dem Weltjugendtagskreuz unterwegs und haben das noch mal genutzt, um ihr Bistum einzustimmen und die Familien auf dem Weg alle mitzunehmen.

DOMRADIO.DE: Sie waren schon häufiger mit beim Weltjugendtag. Was ist das Besondere? Lohnt es sich mitzufahren?

Marianne Bauer (Jugendseelsorge im Erzbistum Köln)

"Ich persönlich finde diese Internationalität großartig. Junge Menschen aus allen Ländern, die sich begegnen, die manchmal die Sprache des anderen nicht sprechen, aber sich trotzdem verstehen."

Bauer: Ich persönlich finde diese Internationalität großartig. Junge Menschen aus allen Ländern, die sich begegnen, die manchmal die Sprache des anderen nicht sprechen, aber sich trotzdem verstehen. Auch diese Glaubensfreude, die dabei zum Tragen kommt. Man sitzt irgendwo, betet miteinander, singt miteinander, isst miteinander, obwohl man sich gar nicht kennt und fühlt sich trotzdem als Gemeinschaft. Das finde ich beim Weltjugendtag einfach wunderbar.

DOMRADIO.DE: Gibt es etwas, worauf Sie sich besonders freuen?

Marianne Bauer (Jugendseelsorge im Erzbistum Köln)

"Ich freue mich auch schon auf die Herausforderung, die so ein Weltjugendtag bringt, (...) immer Flexibilität ermöglicht oder auch benötigt wird, die auf der einen Seite anstrengend ist, auf der anderen Seite aber ganz viel Kreativität und Energie freisetzt."

Bauer: Zum einen auf genau diese Atmosphäre, die ich gerade geschildert habe, die so ein Stadtbild prägt. Wenn ich mich hier an 2005 in Köln erinnere, da hatten wir das auch. Ehrlich gesagt, auch wenn das ein bisschen schräg klingt, ich freue mich auch schon auf die Herausforderung, die so ein Weltjugendtag bringt, weil es immer sehr spontan ist, immer Flexibilität ermöglicht oder auch benötigt wird, die auf der einen Seite anstrengend ist, auf der anderen Seite aber ganz viel Kreativität und Energie freisetzt. Ich glaube, es wird ein ganz wunderbares, prägendes Ereignis für alle, die mitfahren.

DOMRADIO.DE: Wer kann sich anmelden? Wie jugendlich muss man für den Weltjugendtag sein?

Bauer: Wir laden alle jungen Leute zwischen 16 und 30 Jahren ein, mitzufahren. Die können sich noch anmelden bis Freitag.

Das Interview führte Dagmar Peters.

Weltjugendtag 2023 in Lissabon

Termine

26.-31. Juli 2023: Tage der Begegnung in Aveiro
1.-6. August 2023 Weltjugendtag in Lissabon

Motto

Maria stand auf und machte sich eilig auf den Weg. – Lk 1,39

Lissabon, Portugal

Fähnchen mit dem Logo des Weltjugendtags 2023 in Lissabon und von Portugal / © Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani (KNA)
Fähnchen mit dem Logo des Weltjugendtags 2023 in Lissabon und von Portugal / © Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani ( KNA )

 

Quelle:
DR