Vorsitzender der US-Bischöfe verteidigt Biden-Dokument

Alles ganz harmlos?

Der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Erzbischof Jose Horacio Gomez, hat das trotz Mahnung aus Rom in Auftrag gegebene Lehrschreiben zur Eucharistie verteidigt. Den Vorwurf einer Politisierung der Eucharistie wies er indirekt zurück.

Erzbischof Jose Horacio Gomez Velasco / © Paul Haring (KNA)
Erzbischof Jose Horacio Gomez Velasco / © Paul Haring ( KNA )

In einer Stellungnahme (Montag Ortszeit) gab er den Hinweis, "pastorale Absicht" des Dokuments sei es, "das Bewusstsein über die Schönheit und Kraft der Eucharistie zu vertiefen".

Kapitel zur "Eucharistie-Würdigkeit"

Bei ihrer virtuellen Frühjahrstagung hatten die US-Bischöfe dem Auftrag zu einer Ausarbeitung des kontroversen Lehrschreibens mit einer fast Drei-Viertel-Mehrheit zugestimmt. Das Dokument soll auch ein Kapitel zur "Eucharistie-Würdigkeit" von Personen mit bestimmten Haltungen oder Verhaltensweisen enthalten. Die Eucharistie sei "das Herz der Kirche und das Herz unseres Lebens als Katholiken", erklärte Erzbischof Gomez.

Wie reagiert der Vatikan?

Nach der Ausarbeitung des Lehrdokuments sollen die Ergebnisse auf Regionaltreffen vorgestellt werden, bevor die Bischöfe dann beim Herbsttreffen im November darüber abstimmen. Sollten sie es mit Zweidrittel-Mehrheit genehmigen und der Vatikan anschließend kein Veto einlegen, könnten Priester dem katholischen US-Präsidenten Joe Biden wegen seiner liberalen Haltung beim Thema Abtreibung die Kommunion verweigern.

Der Vatikan hatte sich ausdrücklich für eine langsame Gangart bei dem Thema ausgesprochen und die Bischöfe ermahnt, nichts zu überstürzen.                                                       

Quelle:
KNA
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