Aktivistinnen stoppen Papamobil bei Papstbesuch in Monaco

Aktion gegen Stierkämpfe

Zwei Aktivistinnen haben beim Besuch von Papst Leo XIV. in Monaco am Samstag das Papamobil blockiert. Auf Videos im Netz ist zu sehen, wie die Frauen vor das Fahrzeug sprangen und mit Plakaten auf der Straße knieten.

Papst Leo XIV. winkt den Menschen aus dem offenen Papamobil in Monaco / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Leo XIV. winkt den Menschen aus dem offenen Papamobil in Monaco / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Sicherheitskräfte des Papstes griffen umgehend ein, brachten die beiden zu Boden und führten sie ab.

Nach Angaben der Tierschutzorganisation Peta richtete sich die Aktion gegen Stierkämpfe und mögliche Verbindungen kirchlicher Kreise zu entsprechenden Veranstaltungen. Die Gruppe erklärte, man habe den Papst zu einer klaren Verurteilung dieser Praxis auffordern wollen. Stierkämpfe sind in mehreren Ländern verbreitet und stehen seit langem in der Kritik von Tierschützern. 

Unterschiedliche Äußerungen zum Thema

Vertreter der katholischen Kirche haben sich in der Vergangenheit unterschiedlich zu dem Thema geäußert. Bereits im 16. Jahrhundert hatte Papst Pius V. entsprechende Veranstaltungen verurteilt. Auch Papst Franziskus betonte in seiner Umwelt-Enzyklika die Verantwortung des Menschen gegenüber Tieren.

Wie Vatican News berichtet, zog der Erzbischof von Monaco, Dominique Marie David, zum Abschluss des Papstbesuchs eine positive Bilanz. Der Tag im Fürstentum sei "außergewöhnlich reichhaltig" und von großer Intensität geprägt gewesen, sagte der Geistliche im Rückblick auf die rund neunstündige Reise.

Enzyklika "Laudato si"

Klimawandel, Artenvielfalt, Trinkwasser: Diese Themen bestimmen die Umweltenzyklika von Papst Franziskus. Er wendet sich damit an "alle Menschen guten Willens" - und erklärt, warum eine ökologische Umkehr auch soziale Gerechtigkeit bedeutet. Papst Franziskus hat die reichen Industrienationen zu einer grundlegenden "ökologischen Umkehr" aufgefordert, um globale Umweltzerstörung und Klimawandel zu stoppen.

Deutsche Ausgabe der Enzyklika "Laudato si" / © Cristian Gennari/Romano Siciliani (KNA)
Deutsche Ausgabe der Enzyklika "Laudato si" / © Cristian Gennari/Romano Siciliani ( KNA )
Quelle:
KNA