Adventskalender erklärt 24 Zeichen des Gottesdienstes

"Zeichen bewusst vollziehen"

Kreuzzeichen, Hinknien, Kerze anzünden oder Hände falten: Ein Online-Adventskalender erklärt in der Adventszeit jeden Tag ein "Heiliges Zeichen" aus dem Gottesdienst. Das Bistums Trier spielt den Kalender in Form von Videos aus.

Ein Adventskalender / © Jorge Salcedo (shutterstock)

Ab Donnerstag gibt es bis zum 24. Dezember auf den Social-Media-Seiten des Bistums Trier täglich ein rund eineinhalb Minuten langes Video zu einem Zeichen. Es geht um Symbole oder Handlungen aus der Liturgie. Basis für den Adventskalender ist das Buch "Von heiligen Zeichen" des Theologen Romano Guardini (1885-1968), einem einflussreichen katholischen Denker und führendem Mitglied der Liturgiebewegung.

Zeichen aus Gewohnheit ausgeführt

Zeichen wie das Kreuzzeichen, Weihwasser nehmen oder Hände falten würden oft aus Gewohnheit ausgeführt, sagte der Trierer Liturgiewissenschaftler Marco Benini der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Der Adventskalender erkläre Sinn und Hintergründe dazu und wolle dazu beitragen, den Reichtum der Liturgie neu zu erkennen. "Wenn man die Zeichen bewusst vollzieht, nimmt man auch intensiver an der Liturgie teil und sie spricht mehr zu einem", sagte Benini, der die wissenschaftliche Abteilung des Deutschen Liturgischen Instituts (DLI) in Trier leitet.

Eine betende Frau / © Halinskyi Max (shutterstock)

Das Projekt Adventskalender

Der Adventskalender ist ein gemeinsames Projekt des Liturgischen Instituts, der Theologischen Fakultät Trier und des Bistum Trier. Die Videos gibt es auf der Internetseite des Bistums sowie auf Youtube und Instagram. In den Videos sei das jeweilige Zeichen zu sehen und werde auf Basis von Guardinis Buch erklärt.

Beteiligt haben sich den Angaben zufolge außer Benini unter anderen auch der Trierer Bischof Stephan Ackermann, DLI-Leiter Marius Linnenborn sowie Studierende der Theologischen Fakultät.

Advent

Advent ist für Christen die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten. Die Adventszeit beginnt am vierten Sonntag vor dem Christfest. Das Wort kommt vom lateinischen "adventus" und bedeutet "Ankunft". Gemeint ist die Ankunft Jesu auf Erden.

In den Gottesdiensten an den Advents-Sonntagen werden häufig Texte aus dem Alten Testament verwendet, die die Ankunft des Erlösers prophezeien. Die vier Kerzen des zum jüngeren Brauchtum zählenden Adventskranzes symbolisieren das Kommen des "Lichts der Welt". Die Zweige immergrüner Tannen stehen für das ewige Leben.

Traditioneller Adventskranz / © Jozef Kubica (KNA)
Traditioneller Adventskranz / © Jozef Kubica ( KNA )
Quelle:
KNA