Abtei Maria Laach trauert um Bruder Lukas Alfred Ruegenberg

Kinderbuchmaler und Benediktiner

Der Benediktiner und Kinderbuchmaler Lukas Alfred Ruegenberg ist gestorben. Er hat Kinderbücher sowie Kirchenräume geprägt. Er hinterlässt seine künstlerischen Spuren jedoch nicht nur in Maria Laach, sondern auch weit darüber hinaus.

Lukas Ruegenberg, Mönch und Kinderbuchmaler im Kloster Maria Laach ist gestorben (KNA)
Lukas Ruegenberg, Mönch und Kinderbuchmaler im Kloster Maria Laach ist gestorben / ( KNA )

Lukas Alfred Ruegenberg ist am Dienstag gestorben. Wie die Abtei Maria Laach in der Eifel am Mittwoch auf ihrem Internetportal mitteilte, wurde der Benediktiner und Kinderbuchmaler 97 Jahre alt. Eucharistiefeier und Beisetzung sind für Samstag, 14.30 Uhr, in Maria Laach geplant.

Absolvent der Kunstakademie Berlin

Der gebürtige Berliner war seit 1951 Mönch in Maria Laach. Er illustrierte ein gutes Dutzend Kinderbücher, deren Texte von unterschiedlichen Autoren, darunter Willi Fährmann und Adalbert Seipolt, verfasst wurden. Der Absolvent der Kunstakademie Berlin hatte bei Karl Schmidt-Rottluff studiert. In den 60er Jahren befasste er sich in München zusätzlich mit Kirchenmalerei und gestaltete in der Eifel einige Gotteshäuser aus.

Ruegenberg war seit Mitte der 60er Jahre in einem sozialen Brennpunkt des Kölner Stadtteils Bilderstöckchen engagiert, wo er zeitweise auch lebte. Zudem organisierte der Ordensmann immer wieder Hilfskonvois in die Ukraine, wo er mit seiner Kölner Initiative zwei Behinderteneinrichtungen unterstützte.

Maria Laach

Abtei Maria Laach / © Elena Kharichkina (shutterstock)

Die Abtei Maria Laach ist eine hochmittelalterliche Klosteranlage. Sie liegt an der Südwestseite des Laacher Sees, ein paar Kilometer nördlich von Mendig in der Eifel, und gehört zu der Ortsgemeinde Glees. Sie wurde als Abbatia ad Lacum (lateinisch für "Abtei am See") zwischen 1093 und 1216 als Stiftung Heinrichs II. von Laach und seiner Frau Adelheid erbaut. Ihren heutigen Namen erhielt sie im Jahre 1863. 

Quelle:
KNA