Bistum Dresden-Meißen muss sparen

15 Millionen Euro Defizit

Das Bistum Dresden-Meißen geht auf Sparkurs. Im Haushaltsplan für 2021 liegen die Ausgaben um rund 15 Millionen Euro höher als die Einnahmen, wie das Bistum am Freitag bestätigte. Das Defizit werde aus Rücklagen ausgeglichen.

Symbolbild Geld und Kirche / © Jiri Hera (shutterstock)
Symbolbild Geld und Kirche / © Jiri Hera ( shutterstock )

Insgesamt seien die Ausgaben auf 83,5 Millionen Euro veranschlagt, rund sieben Millionen Euro mehr als in diesem Jahr.

Nach Angaben des Bistums beschloss der diözesane Vermögensverwaltungsrat den Haushaltsplan einstimmig. Zudem votierte das Gremium dafür, außer kurzfristigen Kostenreduzierungen bis Juli 2022 die Grundlagen auch für nachhaltige Einsparungen zu schaffen. Bischof Heinrich Timmerevers beauftragte damit Generalvikar Andreas Kutschke, den Verwaltungschef des Bistums.

Finanzielle Probleme durch Corona noch nicht eingerechnet

Kutschke erklärte, die Corona-Pandemie wirke wie ein "Brandbeschleuniger" für finanzielle Probleme, die sich bereits seit Jahren abzeichneten. Die erforderlichen Sparmaßnahmen würden zu "schmerzhaften Entscheidungen" auch beim Personal führen, zugleich aber Schwerpunkte in der Seelsorge setzen.

Nach Angaben des Bistums liegt eine Ursache des Defizits im "traditionell geringen Kirchensteueraufkommen". Es sei auf 31,6 Millionen Euro veranschlagt und betrage damit weniger als die Hälfte der Gesamteinnahmen. Die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie seien in dieser Schätzung noch nicht berücksichtigt. Überdies werde der Solidarbeitrag der finanzstarken deutschen Diözesen an das Bistum Dresden-Meißen gegenüber 2020 um fünf Millionen Euro auf zehn Millionen Euro verringert. Zugleich lägen die Ausgaben für die Mitarbeitenden des Bistums bei 50,4 Millionen Euro.

Quelle:
KNA