Domkapitular Markus Hofmann erläutert in seiner Predigt die historische Bedeutung des heiligen Florian. Er verweist auf den Liturgiewissenschaftler Theodor Schnitzler und berichtet, dass Ausgrabungen in Lorch die Legende des Heiligen bestätigt hätten. Florian war demnach ein ehemaliger römischer Soldat, der eine hohe Verwaltungsposition innehatte und sich mutig für etwa 40 verfolgte Christen einsetzte.
Dies führte zu seinem Martyrium: Der Provinzstatthalter, überrascht und verärgert über Florians Glauben, ließ ihn von der Brücke stoßen und in der Enns ertränken. Hofmann betont, dass Florian aus Liebe zu Jesus handelte und sein Leben für seine Freunde gab. Er zitiert das Evangelium: „Niemand hat eine größere Liebe, als wer sein Leben gibt für seine Freunde." Der Prediger erklärt, dass Florian durch seine Treue zu Christus die geistige Kraft erhielt, seinen Weg bis zum Ende zu gehen. Die Verehrung der Heiligen drücke das Wissen aus, dass der menschliche Körper ein Tempel Gottes sei. Abschließend stellt Hofmann die Frage an die Gemeinde, welchem Freund sie treu seien und wem sie ihr Leben widmen würden.