Im Kölner Dom hat Domkapitular Thomas Weitz am Freitag nach Aschermittwoch über die Frage gesprochen, welches Fasten Gott gefällt. "Fasten ist keine Übung oder Training", meint Weitz in seiner Predigt. Das Volk Israel habe im babylonischen Exil die Erfahrung gemacht, dass es zwar gefastet habe, aber sich doch nichts an seiner Situation geändert habe. Gott werfe ihnen vor - so deutet Weitz die Tageslesung -, dass ihr äußerliches Tun nicht übereinstimme mit der inneren Haltung des Herzens.
Im Fasten gehe es also darum, das Innere mit dem Äußeren in Einklang zu bringen, meint Domkapitular Weitz. "Es geht immer um eine Selbstbeschränkung, die eine neue Freiheit schenkt." Diese Freiheit mache es möglich, sich auch anderen zuzuwenden. "Das ist ein Fasten, wie der Herr es liebt", meint Weitz.