Predigten

Weihbischof Steinhäuser im Pontifikalamt zum Hochfest des heiligen Josef

So sehr viel wissen wir gar nicht vom heiligen Josef, stellt Weihbischof Rolf Steinhäuser zu Beginn seiner Predigt fest. Trotz seiner im Vergleich zur Gottesmutter deutlich geringeren Rolle habe Josef eine große Verantwortung getragen.

"Das Evangelium spricht von Josef als einem Mann, der gerecht war. Aber war er nicht auch gütig und barmherzig?", fragt Weihbischof Steinhäuser. Schließlich habe er Maria geglaubt, "dass das Kind von Gott gewirkt war. Und er hat sie angenommen, mitsamt dem Kind."

Als das Kind dann da war, habe Josef Jesus geprägt. An Josefs Seite habe Jesus die ersten Schritte ins Leben gemacht, erklärt der Kölner Weihbischof. "Josef war die erste männliche Bezugsperson für Jesus." Prägend sei auch der Glaube Josefs gewesen. Im Evangelium wird deutlich, dass "Josef zu den Frommen Israels gehörte."

Schließlich habe Josef Jesus dann auch freigegeben. Josef habe seine Aufgabe gehabt, als Jesus ihn brauchte. Der Erwachsene Jesus gehe dann alleine seinen Weg, erklärt der Kölner Weihbischof. "Josef hat Jesus geprägt. Und er hat ihn freigegeben, ist zurückgetreten in die Stille. Das zeichnet ihn aus."