Weihbischof Schwaderlapp am Ostermontag

Predigten: Weihbischof Schwaderlapp am Ostermontag (13.04.2020)

Am Ostermontag geht es gewöhnlich um die Erzählung des Weges zweier Jünger nach Emmaus. Für Weihbischof Schwaderlapp ist es ein besonderes Evangelium, das "den Weg der Kirche durch die Zeit" und auch Bild des eigenen Glaubens veranschaulicht.

Er lädt daher ein, sich an diesem Ostermontag gemeinsam mit den Emmausjüngern auf den Weg zu machen. Für den Weihbischof werden drei Stationen besonders sichtbar: Die Bedrängnis, die Begegnung und die Befreiung.

Die beiden Jünger seien unterwegs und haben Jerusalem enttäuscht hinter sich gelassen. Bedrängnis zeichne die beiden in diesem Moment aus: sie seien bedrückt und wie gefangen von der Botschaft der Auferstehung. Es scheine so, als würden sie sich von nichts anderem mehr erzählen. "Die Bedrängnisse sind vielfältig, gerade in diesen Tagen. Ob es Corona ist oder andere Unsicherheiten", vergleicht Weihbischof Schwaderlapp die Szene mit der heutigen Situation.

In der Emmausgeschichte komme Jesus dazu. Er sei feinfühlig, halte sich zurück und hört zu. "Er hätte ja auch weggehen können", führt Schwaderlapp fort. Hier zeige sich allerdings, dass Jesus mit den Menschen auf dem Weg sei. Er lasse den Menschen nicht allein, auch nicht in einer Situation der Selbstgefangenheit und somit Ich-Bezogenheit. "Die Jünger sahen, dass es sich lohnt mit ihm zu unterhalten", so Schwaderlapp.

"Brannte nicht unser Herz", heißt es im Lukasevangelium. Mit diesen Worten erinnerten sich die Jünger an die Begegnung mit Jesus. Die Begegnung sei ein tiefes Geheimnis, damit befreie Jesus die beiden Jünger von Ihrer Bedrängnis. "Der Herr ist nicht nur ein Mitleidender. Er nimmt den Jüngern die Angst und Sorge", sagt der Weihbischof.

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