Ein Blumenstrauß und eine Grußkarte, Pralinen, ein romantisches Abendessen zu zweit – am Valentinstag, dem 14. Februar, feiern Menschen weltweit die Liebe zu ihrem Partner. Andere hadern mit ihrem unerfüllten Wunsch nach einer romantischen Beziehung, denn wir alle wissen, gelingende Beziehungen sind unverzichtbar für ein glückliches Leben.
Wir Menschen leben im Netz unserer Beziehungen und jeder von uns spürt, welche Kraft wir schöpfen können aus einer vertrauens- und liebevollen Partnerschaft, einer stabilen und belastbaren Freundschaft oder auch aus dem guten kollegialen Miteinander am Arbeitsplatz. Ebenso können wir alle ein Lied davon singen, wie belastend schlechte oder gar regelrecht toxische Beziehungen sein können. Und: an Beziehungen muss man natürlich arbeiten. Sie wollen gepflegt und erhalten werden und manchmal müssen wir sie auch reparieren. Tun wir das nicht, kann jede Art von Beziehung schnell schal werden und an Kraft verlieren. Es ist daher wichtig, kontinuierlich dran zu bleiben, um Beziehungen jung und kraftvoll zu erhalten.
Tage wie der Valentinstag, an dem der Partner oder die Partnerin verwöhnt wird, oder der Muttertag, an dem die Leistungen und Liebe unserer Mütter im Mittelpunkt stehen sollen, sind deshalb wertvoll. Mindestens genauso schön können aber auch kleine Aufmerksamkeiten sein, die wir in allen unseren Beziehungen ganz ohne Anlass einem Menschen zukommen lassen. Beziehungsarbeit funktioniert das ganze Jahr hindurch – nicht nur am Valentinstag. Das muss ja nicht gleich heißen, jeden Kollegen zu einem romantischen Candle-Light-Dinner auszuführen...
Ihr Rainer Woelki
Erzbischof von Köln