In seiner Predigt in der Kapitelsmesse am Freitag der dritten Osterwoche schildert Domkapitular Dominik Meiering die Geschichte von Saulus, der zum Paulus bekehrt wird. Saulus, ein eifriger Verfolger der Anhänger des "Neuen Weges", erlebt am Stadttor von Damaskus eine Erleuchtung. Er stürzt zu Boden, da er nicht mehr weiter kann. Meiering erklärt, dies sei ein "lichtreicher, strahlender, kraftvoller, positiver Zusammenbruch" gewesen, der Saulus die Augen für seine Berufung öffnete.
Anstatt die Christen zu verfolgen, wurde Paulus fortan ein leidenschaftlicher Verkünder der frohen Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi. Meiering sieht in dieser Bekehrung ein Beispiel dafür, dass ein Umdenken und Neuanfang möglich ist, wenn man an einem Punkt angelangt ist, an dem man nicht mehr weiterweiß. Er ermutigt die Gläubigen, offen für Gottes Wirken in ihrem Leben zu sein.