Rainer Maria Kardinal Woelki am Christkönigssonntag in der Solinger St. Clemens-Kirche

Predigten: Rainer Maria Kardinal Woelki am Christkönigssonntag in der Solinger St. Clemens-Kirche (26.11.2017)

In seiner Predigt erinnert Rainer Maria Kardinal Woelki an die Entstehung der Sankt Clemens-Kirche in Solingen, die am heutigen Christkönigsfest ihr 125-jähriges Bestehen feiert. Der Bau bestehe zwar aus toten Steinen, die Kirche Christi jedoch aus lebendigen Steinen, die für immer bestehen bleibe.

"Wie können wir heute eine Kirche aus lebendigen Steinen sein?" fragt Kardinal Woelki und antwortet mit Paulus: "Christus zu verkündigen, als das Heil, den Gekreuzigten und den Auferstandenen". Dies sei die Sendung, die ein Christ habe. Indem man sie wahrnehme, mache man die Kirche zukunftsfähig.

Kardinal Woelki: "Das Reich Gottes ist nicht irgendwo"

Es gehe darum, zu den Menschen zu gehen; sie mit dem Glauben in Berührung zu bringen und einzuladen. Es gehe darum, Kirche und Gesellschaft aus dem Evangelium heraus zu gestalten. "Das Reich Gottes ist nicht irgendwo. Es ist da, wo der Nächste mein Nächster ist und wo ich im Nächsten Christus selber begegne", fasst Woelki zusammen.

Im Letzten gehe es um eine Neu-Evangelisierung, die verbunden sei mit dem Heiligen Geist. "Denn so wie die Steine des Kirchengebäude gewissermaßen mit Mörtel zusammengehalten werden, so werden wir als getaufte und gefirmte Christen zusammengehalten durch den Heiligen Geist."

Alle gehören zusammen und jeder ist gefragt

Der Heiligen Geist verbinde mit Christus. Er verbinde auch untereinander und "macht uns uns zur Kirche Jesu, zu Gliedern an seinem Leib", konkretisiert Kardinal Woelki. Alle gehörten zusammen, jeder mit seinen Fähigkeiten. "Keiner ist hier umsonst. Jeder ist hier gefragt", betont er.

Der Heilige Geist binde an den Willen und die Person Jesu und sende jeden hinaus. Entscheidend sei, dass man mit Jesus Christus unterwegs sei und ein geistliches Profil habe, "ein Profil Jesu Christi". Die Kirche müsse an der Seite der Armen stehen. Dafür benötige man Gottes Segen.

Kardinal Woelki schließt seine Predigt mit einer Segensbitte – "damit die Kirche aus lebendigen Steinen wächst und existiert" und "das Reich Gottes mitten unter uns lebt".

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