Predigt aus dem Kölner Dom

Predigten: Predigt aus dem Kölner Dom (23.06.2008)

Die Predigt spricht Domkapitular Josef Sauerborn. 12. Sonntag im Jahreskreis
Kapitelsamt aus dem Kölner Dom - Predigt hier nachhören
domradio übertrug am 12. Sonntag im Jahreskreis das Kapitelsamt aus dem Kölner Dom. Zelebrant war Domkapitular Josef Sauerborn. Die Domkantorei Köln sang unter der Leitung von Winfried Krane die Festmesse in D von Heinrich Weber. Die Orgel spielte Domorganist Winfried Bönig. Zum Einzug singt die Gemeinde GL268: "Singt dem Herrn ein Lied".
"Fürchtet euch nicht" - das ist gewissermaßen die Ãœberschrift dieses Sonntags. Die Lesungen machen uns zwar keine Illusionen: Wer sich allein nach Gott richtet und ihm mehr gehorcht als den Menschen, wird nicht nur Beifall finden. Gleichgültigkeit, Ablehnung oder gar offene Feindschaft sind den Glaubenden vorausgesagt. Aber genauso ist ihnen die Nähe und Fürsorge Gottes verheißen.
Wortgottesdienst
Erste Lesung
Jeremia verkündet Unbequemes: Die Abkehr vom Herrn und die Einführung heidnischer Sitten werden schlimme Folgen haben. Dieses Verhalten führt dazu, dass das Volk in die Hände seiner Feinde fallen wird. Die Gescholtenen gehen massiv gegen den Propheten vor: Jeremia wird verfolgt, zeitweise in Haft genommen und misshandelt. Trotzdem kann er singen und den Herrn rühmen. Dazu ist nur fähig, wer die Nähe Gottes wirklich in seinem Leben spürt.
Zweite Lesung
Ein Evangelium in Kurzform legt uns Paulus heute vor. Mit und durch Jesus Christus kamen Gnade und Heil in die Welt. Damit sind Sünde und Tod überwunden. Die Gegenüberstellung von "Adam" und "Christus" drückt außerdem die Hoffnung aus, dass diese Zusage für alle Menschen gilt.
Evangelium
Der Weg Jesu wird ihn ans Kreuz bringen. Und auch seinen Jüngern kündigt der Herr an, dass sie mit ihrem Bekenntnis auf Widerspruch treffen werden. Verfolgung und sogar Tod sind bis heute in manchen Gegenden der Welt das Schicksal von Christinnen und Christen. Die Sorge für das eigene Leben ist wichtig. Aber wir müssen uns auch nicht ängstlich an diesem irdischen Leben festklammern. Denn, so verheißt uns Jesus: Es gibt Wichtigeres - die Seele, das wirkliche Leben. In unseren Breiten werden Christen nicht verfolgt, Gefährdungen für die Seele gibt es aber auch hier. (Quelle: Messbuch 2008, Butzon & Bercker Verlag)
Ein Beitrag vom Domradio Köln