Prälat Johannes Bastgen über die Stationen der Kölner Domwallfahrt

Reportage: Prälat Johannes Bastgen über die Stationen der Kölner Domwallfahrt (22.09.2008)

"Geht hinaus in die ganze Welt ..."
Kölner Domwallfahrt beginnt am Mittwoch - Mit dem Stadtdechanten auf dem Pilgerweg. Am kommenden Mittwoch beginnt die diesjährige Kölner Domwallfahrt. Sie dauert bis zum Sonntag und steht unter dem Motto "Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen", wie Dompropst Norbert Feldhoff am Mittwoch in Köln ankündigte. Vorgesehen sind Gottesdienste, Andachten und Gebete im Dom. Es werden noch Helfer gesucht. domradio überträgt mehrere Gottesdienste live in Bild und Ton. Als Video bereits jetzt abrufbar: Stadtdechant Prälat Johannes Bastgen stellt den Pilgerweg vor. Darüber hinaus werde es ein Begleitprogramm mit Führungen durch den Dom und das Kolumba-Museum, Diskussionen und Workshops sowie Begegnungstreffen geben. Im Zentrum der Wallfahrt stehe der an allen Tagen geöffnete Pilgerweg in der Kathedrale zur Mailänder Madonna, dem Dreikönigenschrein und dem Gerokreuz.

Das Motto der Wallfahrt stelle den Sendungsauftrag der Kirche in den Mittelpunkt, so Feldhoff. Es passe auch sehr gut zum Dom. "Er selbst ist ja nur die Hülle für den Reliquienschrein der Heiligen Drei Könige, zeigt in seiner Größe aber an, dass hier etwas für die ganze Welt Bedeutendes ist." Die Kölner Domwallfahrt fand 2006 zum ersten Mal statt. Kardinal Joachim Meisner hatte sie unter dem Eindruck des Weltjugendtags 2005 in der Domstadt angestoßen. Mit ihr sollten die Menschen ermutigt werden, ihr Leben bewusst aus dem Glauben heraus zu gestalten, so das Erzbistum.

Eröffnet wird die Domwallfahrt am Mittwochabend um 18.30 Uhr mit einem Gottesdienst, den der Dompropst zelebriert. Sie endet mit einer Messe mit Kardinal Meisner am Sonntag um 10.00 Uhr. Dabei soll es eine Segnung für Paare geben, die in diesem Jahr ein Ehejubiläum feiern. In den Tagen dazwischen finden zu festen Zeiten Pilgerandachten, Gebete und geistliche Impulse im Dom statt. Erstmals wird es laut Domdechant Johannes Bastgen für die verschiedenen Besuchergruppen Empfangskirchen geben. In vier Gotteshäusern im Stadtgebiet sollen sich die Wallfahrer sammeln, um von dort zum Dom zu pilgern.

Mehrere tausend Kinder aus katholischen Grundschulen des Erzbistums werden am Donnerstag erwartet. Der Freitag steht im Zeichen der Jugend. Für sie ist ab 19.30 Uhr ein Programm mit Katechese, Musik und einer Nachtwache im Dom vorgesehen. Auf dem angrenzenden Roncalliplatz präsentiert der Diözesancaritasverband die internationale Performancegruppe GenRosso mit dem Musical "Streetlight". Es setzt sich mit Gewalt unter Jugendlichen auseinander. Der Samstag ist als Tag der geistlichen Berufe sowie für muttersprachliche Gemeinden im Erzbistum vorgesehen.

In den Räumen des Domforums gegenüber der Kathedrale finden an den Nachmittagen Gespräche und Vorträge statt. Geplant sind auch christlich-muslimische Begegnungen. Ebenfalls zum Begleitprogramm gehört wie im vergangenen Jahr eine sogenannte Glockenvigil. Dabei läuten am Samstagabend nacheinander die Glocken von acht Innenstadtkirchen sowie am Schluss die größte Glocke des Doms, genannt "Decker Pitter". Ein Beitrag vom Domradio Köln