Predigten

"Maria ist das Gedächtnis der Kirche" – Predigt von Domkapitular Hofmann

Domkapitular Markus Hofmann hat in seiner Predigt am Samstag der fünften Osterwoche daran erinnert, dass Christen auch in Verfolgung und Leid aus der Treue Christi, der Hoffnung auf die Auferstehung und der mütterlichen Begleitung Mariens Kraft und Zuversicht schöpfen können. Denn wer als Christ den Glauben sichtbar lebe, müsse mit Ablehnung und Verfolgung rechnen – wie Jesus es selbst angekündigt habe. Schon die ersten Christen hätten diese Erfahrung gemacht: Von Stephanus über Petrus und Paulus bis heute seien zahlreiche Gläubige bedrängt oder getötet worden. Die Kraft zur Treue habe aus der persönlichen Begegnung mit Christus und aus der Gewissheit von Gottes Liebe geschöpft.

Weiter führt Domkapitular Hofmann aus, die ersten Christen hätten sich besonders an Jesu Leiden, seine Vergebung und seine Standhaftigkeit erinnert. Maria habe dabei eine zentrale Rolle gespielt, weil sie die Ereignisse aus Jesu Kindheit und Passion bewahrt und an die Jünger weitergegeben habe. Hofmann bezeichnet Maria als "Gedächtnis der Kirche", die den Gläubigen helfe, Christus tiefer zu verstehen und ihm treu zu bleiben.

Abschließend rief der Domkapitular dazu auf, besonders im Marienmonat Mai Maria um Trost, Hilfe und Hoffnung für verfolgte Christen zu bitten. Sie begleite die Gläubigen weiterhin als Mutter der Kirche und stärke sie in schwierigen Zeiten. Zugleich erinnert er daran, dass die Auferstehung Christi Grund zur österlichen Freude sei, denn "Jesus ist treu und hält sein Wort."