Weihbischof Ansgar Puff betonte in seiner Predigt in der Kapitelsmesse am Fest des Heiligen Petrus Kanisius, dass die für die Messe ausgewählten Schrifttexte gut zusammenfassen, was den Glauben im Kern ausmache und was auch Petrus Kanisius wichtig gewesen sei. Die Liebe Gottes sei sichtbar geworden in Christus, sei unzerstörbar,. "Selbst am Kreuz existiert noch diese Liebe."
Paulus Kanisius habe dies zugespitzt formuliert: „Ich wollte nichts wissen außer Jesus, den Gekreuzigten.“ Diese Liebe verwandle sogar das Brutale, nicht durch Gegengewalt, sondern durch Hingabe: „Nicht dadurch, dass man auch unmenschlich wird, sondern dadurch, dass man liebt.“
Zugleich hob der Weihbischof hervor, dass christlicher Glaube nie Selbstzweck sei. Wie Salz und Licht seien Christen für andere da. Paulus habe nicht sich selbst in den Mittelpunkt gestellt, sondern gedient: „Ich möchte einen Dienst tun.“ Daraus folge als Quintessenz des Glaubens: „Lieben, bis es weh tut und für andere da sein.“ Petrus Canisius habe dies vorgelebt – mit Stärken und Fehlern, die auch heutige Gläubige kennten.