Papst Leo XIV. hat erneut betont, dass die Kirche eine klare Stimme erheben muss, besonders für Arme, Ausgebeutete und Opfer von Gewalt und Krieg sowie Leidende. Der Papst erinnerte daran, dass es zum Auftrag der Kirche gehöre, alles anzuprangern, was Leben zerstört oder seine Entfaltung verhindert. Das sagte er bei seiner wöchentlichen Generalaudienz am Mittwoch in Rom. Leo XIV. bezog sich dabei auf die katholische Lehre seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965).
Die Kirche müsse das Böse in all seinen Formen anprangern, so der Papst weiter. Zugleich müsse sie menschliche Schwäche und die Vergänglichkeit ihrer eigenen Institutionen anerkennen. Diese dürften nicht verabsolutiert werden. Da kirchliche Institutionen in der Geschichte lebten, seien sie "zu ständiger Umkehr, zur Erneuerung der Formen und zur Reform der Strukturen, zur ständigen Erneuerung der Beziehungen aufgerufen". Nur so könnten sie ihrer Sendung wirklich gerecht werden, sagte Leo XIV.