In Leipzig haben am Dienstagabend hunderte Menschen in der Nikolaikirche der Opfer der mutmaßlichen Amokfahrt gedacht. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Kirchen und Stadtgesellschaft suchten sie Trost – und setzten ein Zeichen des Zusammenhalts.
Drei Augenzeugen schilderten bewegend ihre Eindrücke des schrecklichen Vorabends. Zwei Menschen waren gestorben, sechs weitere verletzt worden, als ein 33‑Jähriger mit seinem Auto durch die Fußgängerzone raste.
Sachsens evangelischer Landesbischof Tobias Bilz mahnte, die Bilder der Tragödie dürften nicht die Oberhand gewinnen. Der katholische Bischof Heinrich Timmerevers betonte, Gott stelle sich an die Seite der Trauernden und lasse Verzweiflung nicht das letzte Wort.
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte: "Leipzig trauert, aber Leipzig steht zusammen." Auch Ministerpräsident Michael Kretschmer nahm teil und bat in den Fürbitten um Kraft für alle, die das Geschehen kaum aushalten können.
Schon am Mittag hatten Hunderte in der Universitätskirche innegehalten. Die Innenstadtkirchen bleiben weiterhin geöffnet als Orte des Gedenkens, der Gespräche und des Lichts.