In der Kapitelsmesse am Montag der zweiten Fastenwoche betonte Markus Hofmann im Kölner Dom die tiefe Barmherzigkeit Gottes. Im Hebräischen werde Barmherzigkeit als "Rachamim" bezeichnet - ein Wort, das auf den "Mutterschoß" verweise. "Gott ist wie viele Mutterschöße", erklärte Hofmann.
Er liebe jeden Menschen mehr, als es selbst die beste Mutter vermöge. Jeder Mensch sei von Gott unmittelbar gewollt und bejaht, unabhängig von den Umständen seiner Zeugung. "Gott sagt zu jedem Menschenkind: Ja", so der Glaube der Kirche.
Hofmann verwies auf den heiligen Pfarrer von Ars, der fragte: "Wie können wir es wagen, jemanden zu richten, selbst wenn wir gesehen haben, wie er eine Sünde begangen hat?" Statt zu verurteilen, solle man bedenken: "Hätte der liebe Gott mir nicht mehr Gnade geschenkt, wäre ich vielleicht noch tiefer gefallen." Jesus rufe dazu auf, "barmherzig zu sein, wie auch euer Vater barmherzig ist" - und diese Barmherzigkeit im Alltag spürbar werden zu lassen.