Predigten

"Es ist nicht der Blick eines Kontrolleurs" - Predigt von Markus Hofmann

Domkapitular Markus Hofmann stellte in der Kapitelsmesse am Samstag der zweiten Fastenwoche das Gleichnis vom barmherzigen Vater und dem verlorenen Sohn in den Mittelpunkt. Die Erzählung zeige, wie Gott auch den Menschen im Blick behält, der sich von ihm entfernt hat. "Es ist nicht der Blick eines Kontrolleurs, sondern der Blick eines Vaters, der sehnsüchtig auf die Rückkehr seines Kindes wartet", erklärte Hofmann.

Der jüngere Sohn erkenne nach seinem Scheitern, dass er sich gegen Gott und seinen Vater versündigt habe. Doch gerade diese Einsicht öffne den Weg zur Heimkehr. Der Vater halte bereits Ausschau nach ihm und nehme ihn voller Freude wieder auf. Damit mache Jesus deutlich, dass Sünde beim Namen genannt werde, der Mensch aber nie aufgegeben sei.

Zugleich deutete Hofmann Jesus selbst als den wahren Bruder, der sich aufmacht, um die Verlorenen zu suchen. Durch Taufe und Versöhnung schenke er den Menschen immer wieder die Würde, Kinder Gottes zu sein. Besonders im Sakrament der Beichte erneuere sich diese Beziehung.

Mit Blick auf die Fastenzeit rief Hofmann dazu auf, diesen Schritt der Umkehr zu wagen. Christus warte darauf, den Menschen wieder in die Arme des barmherzigen Vaters zu führen. "Machen wir ihm die Freude, seine ausgestreckten Arme anzunehmen."