Domvikar Tobias Hopmann über den Guten Hirten

Predigten: Domvikar Tobias Hopmann über den Guten Hirten (26.05.2019)

In seiner Predigt sprach Domvikar Tobias Hopmann mit den Erstkommunionkindern über die Aufgaben eines Hirten. "Was macht denn ein Hirte?", fragte Hopmann.

"Er behütet die Schafe", "Er bringt sie zu neuen Plätzen", "Er liebt sie und kümmert sich um sie" und "Er ist auch in der Nacht da", waren einige Antworten der Kinder. Ein Mädchen sagte: "Wenn sich ein Schaf verirrt hat, findet er es wieder" und ein Junge fügte hinzu: "Er macht ihnen Mut mit dem Hirtenstab".

"Ich bin da, wo Du bist"

All das seien die wichtigen Aufgaben eines Hirten, sagte der Domvikar. Das wichtigste sei die Liebe des Hirten zur Herde, zu jedem einzelnen Schaf. "Und Jesus Christus sagt uns: 'Ich bin der gute Hirt.'" So wie sich der Hirte um die Schafe kümmere, so sorge sich auch Gott um die Menschen, betonte Hopmann.

Mit Blick auf das diesjährige Kommunionlied "So wie ein Hirte" zitierte Hopmann aus dem Kehrvers: "Ich bin da, wo Du bist, darauf  kannst Du stets vertrauen, ich bin da, ich bin bei Dir, Du kannst immer auf mich bauen, werd' Dich suchen gehen in Tälern, trage Dich hinauf in Höhn, überall auf dieser Erde  werde ich, Gott, zu Dir stehen."

Der Hirtenstab

Besonders wichtig sei der Hirtenstab, so Hopmann. "Der Stock des Hirten gibt den Schafen Zuversicht, weil der Hirte sie damit verteidigen, befreien und retten kann." Für seine Predigt hatte Domvikar Hopmann deswegen etwas ganz besonderes mitgebracht: Den Spazierstock seines verstorbenen Großvaters.

Für den Domvikar ist der Stock eine Erinnerung an die Zeit mit dem Großvater. "Auch Jesus habe seinen Jüngern eine Erinnerung hinterlassen, damit sie nie vergessen, dass er immer bei ihnen ist", so Hopmann: Das Abendmahl. Der Unterschied zwischen dem Abendmahl und dem Spazierstock des Opas: "Jesus Christus hat seinen Jüngern nicht nur irgendwas geschenkt, das ihnen hilft, sich an ihn zu erinnern, sondern er hat sich selbst geschenkt."

Wer in der Heiligen Messe die Kommunion empfange, werde nicht nur an Jesus erinnert, sondern dann sie Jesus leibhaft da – wie beim Abendmahl. "Kommunion kommt von Gemeinschaft, communio. Und wer die Kommunion empfängt, der empfängt wirklich diese Gemeinschaft mit Jesus Christus. Er schenkt sich Euch selbst in der heiligen Eucharistie. Er will nicht nur bei Euch sein, er will zu Euch kommen und in Eurer Mitte sein."

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