Domkapitular Josef Sauerborn am zehnten Sonntag im Jahreskreis

Predigten: Domkapitular Josef Sauerborn am zehnten Sonntag im Jahreskreis (10.06.2018)

DOMRADIO.DE übertrug am zehnten Sonntag im Jahreskreis das Kapitelsamt aus dem Kölner Dom mit Domkapitular Josef Sauerborn. Es sang der Kölner Domchor unter der Leitung von Eberhard Metternich. An der Orgel: Winfried Krane.

In seiner Predigt fasst Prälat Josef Sauerborn den Evangeliumstext zusammen. Viele Menschen hätten damals negativ auf Jesus reagiert. Sie tuscheln und beurteilen ihn; lästern, sein Umgang zeuge von schlechtem Geschmack. Jesus indes weiche den Konfrontationen nicht aus und vergebe: "Er fordert Glauben und bestätigt Glauben", so der Domkapitular. Alle Lästerungen und Schmähungen werden vergeben. Doch als die Menschen Gott lästern, reagiere Jesus scharf. Die Sünde gegen den Heiligen Geist bleibe haften. Damit mache Jesus deutlich: "Wer diesen Geist lästert und ihn für den Bösen hält, bringt sich selbst ins Abseits. Wer den Heiligen Geist verachtet, verachtet Gott."

Im Text erweitere Jesus dann "auf provozierende Weise" seine Familie. Er blicke auf die Menschen um ihn herum und sagt: "Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder, Schwester und Mutter". Diese Frage richte sich auch an uns, erläutert der Domkapitular. "Sind wir seine Schwestern, seine Brüder. Sind wir -welch ein Gedanke!- seine Mutter?" Jesus suche Nähe zu uns, doch "sind uns diese Annäherungsversuche unangenehm? Wollen wir ihn vielleicht so nahe nicht haben?"

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