Domkapitular Hans-Josef Radermacher am Sonntag der achtzehnten Woche

Predigten: Domkapitular Hans-Josef Radermacher am Sonntag der achtzehnten Woche (05.08.2018)

Domkapitular Hans-Josef Radermacher stellt den Satz "Ich will etwas vom Leben haben" in den Mittelpunkt der Predigt. Für ihn ist die Aussage generationenübergreifend und nennt einige Beispiele aus verschiedenen Altersgruppen. Ein junger Mensch ist auf der Suche nach dem, was das Leben für ihn bereit halte, auch Mütter und Väter könnten diesen Satz sagen, um eine Abwechslung von Haushalt, Beruf und Kindern zu fordern. Und eben auch alte Menschen fragen sich, was sie vielleicht im Leben versäumt haben. Für Domkapitular Radermacher ist demnach die Sehnsucht des Menschen nach einem erfüllten Sinn – nach dem, was das Leben übersteigt – eine zentrale Frage des Menschseins.

"Was tun Menschen nicht alles, um intensiver, gesünder und glücklicher zu leben?" fragt Domkapitular Radermacher. In Ratgebern heiße es, man brauche Ziele und Achtsamkeit - und doch mündet der Hunger oft in Depression und Erschöpfung, weil oft nur das Materielle eine Rolle spiele. Dieser großen Frage im Leben eines jeden Menschen stellt Jesus sein Wort: "Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben." Jesus weist die Menschen darauf hin, dass sie oft nur das Leibliche im Blick hätten. Dieses Brot könne man sich nicht verdienen, wenn man sich aber auf die Beziehung zu Jesus einlasse und sich der Wirklichkeit Gottes öffne, dann gebe es Orientierung, Halt und Wege in unserem Leben.

Radermacher beendet seine Predigt mit einem Vorschlag, den Satz "Ich will etwas vom Leben haben" in eine Gebet umzuwandeln: "Jesus, ich will etwas von Deinem Leben haben".

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