Debatte um Kuppelkreuz auf Berliner Schloss

Stimmen: Debatte um Kuppelkreuz auf Berliner Schloss (09.06.2017)

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hat sich für ein Kreuz auf dem rekonstruierten Stadtschloss in Berlin-Mitte ausgesprochen. Er sei dafür, dass auf die wieder errichtete Kuppel des Humboldtforums wieder das Kreuz komme. Der Minister fügte hinzu, wer das Kreuz ablehne, müsste dann auch dafür sein, dass die Fassade mit Putten und Engeln entfernt werde. Auch das seien christliche Symbole.» Zuvor hatte bereits Unionsfraktionschef Volker Kauder die Debatte als «absurd» bezeichnet. In der Debatte um das geplante Kuppelkreuz hat sich unterdessen erneut der Architekt des Stadtschlosses zu Wort gemeldet. In einem Schreiben an den «Tagesspiegel» kritisierte er den neuen Vorschlag der Gründungsdirektoren des Humboldt-Forums, das Kreuz mit dem Wort «Zweifel» zu kombinieren und diesen Schriftzug in großen Lettern auf der anderen Seite des Schlosses anzubringen. In der Debatte um die geplante Kuppelrekonstruktion fordern der Senat sowie Politiker von Linkspartei und Grünen, dass entgegen der ursprünglichen Pläne kein Kreuz auf der Kuppel errichtet werden soll. Andernfalls sei die weltanschauliche Neutralität des Humboldt-Forums, das in das Stadtschloss einziehen soll, in Gefahr. Der evangelische Bischof Markus Dröge und der katholische Erzbischof Heiner Koch verteidigten indessen das geplante Kuppelkreuz. Auch der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, betonte, das Kreuz gehöre auf die Schlosskuppel, weil das Gebäude einen geschichtlichen Zusammenhang mit christlicher Symbolik aufweise.

Thema