In seiner Predigt im Kölner Dom thematisierte Weihbischof Dominikus Schwaderlapp die Realität des Bösen und den christlichen Umgang damit. Ausgehend vom Wort Jesu "Wenn ich die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist das Reich Gottes schon zu euch gekommen", betonte er, dass die Heilige Schrift die Existenz von Teufel und Dämonen bezeuge.
Wer diese leugne, stelle letztlich auch die Aussagen Jesu infrage, so der Geistliche. Zugleich erklärte er, das Böse sei keine eigenständige Macht neben Gott, sondern vielmehr "ein Mangel an Gutem – wie die Dunkelheit nur ein Mangel an Licht ist". Anhand der biblischen Geschichte von Adam und Eva führte er aus, wie der Teufel Zweifel, Misstrauen und den Wunsch säe, "sein zu wollen wie Gott“. Man könne sich jedoch vor dieser Versuchung schützen.
Christen müssten keine Angst haben: Durch die Taufe seien sie Kinder Gottes und stünden unter seinem Schutz. Entscheidend sei ein Leben im Vertrauen auf Gott, im Gebet und in der Gewissenserforschung. Denn letztlich gelte: "Das Licht des Herrn ist viel heller."