Reportage

Betroffenenbeirat fordert Gedenkort im Kölner Dom

Der Betroffenenbeirat des Erzbistums Köln fordert, einen Mahn- und Gedenkort zum Thema sexualisierte Gewalt im Kölner Dom einzurichten. Eine Gedenkstelle für die Betroffenen müsse zentral platziert sein, erklärte der Betroffenenbeirat in Köln. Das Bekenntnis der Kirche zum Missbrauch müsse sichtbar sein und dürfe nicht hinter dem Dom versteckt sein. In einer Aktion des Erzbistums soll laut Betroffenenbeirat an der Grablege an der Ostseite des Kölner Doms eine "Trauerbuche" gepflanzt werden.

Das Domkapitel erklärte in einer Stellungnahme vom Dienstag, man betrachte es als "bleibende Verpflichtung", das Leid der Betroffenen nicht zu vergessen. Die Gespräche mit dem Betroffenenbeirat seien von Offenheit und gegenseitigem Respekt geprägt. Bei einem Vor-Ort-Termin hätte das Domkapitel Mitgliedern des Betroffenenbeirats unlängst einen Trauerbaum auf dem Domfriedhof vorgestellt. Der Friedhof wird derzeit umgestaltet und anschließend wieder für die Öffentlichkeit freigegeben.

Nach Angaben des Domkapitels könne dort ein "prominenter, künstlerisch hochwertig gestalteter Ort des Gedenkens" entstehen, der Aufmerksamkeit schaffe und Gespräche ermögliche.