Zerstörte Kirche nach einer massiven Explosion im Hafen
Zerstörte Kirche nach einer massiven Explosion im Hafen

05.08.2020

Evangelische Kirche in Beirut Durch Explosion stark beschädigt

Bei den schweren Explosionen im Beiruter Hafen sind am Dienstagabend auch die Evangelische Nationalkirche, Gemeinderäume sowie die benachbarte Theologischen Hochschule stark beschädigt worden.

"Sämtliche Fenster, auch die kostbaren Glasfenster der Kirche, wurden zerstört, einige Decken sind eingestürzt", heißt es in einer Mitteilung der Evangelische Mission in Solidarität (EMS) mit Sitz in Stuttgart. Angaben zu Verwundeten unter den Angehörigen der Einrichtung könnten noch nicht gemacht werden.

Habib Badr, Leitender Pfarrer der Kirche und Vizepräsident der EMS, beschrieb das Ausmaß der Zerstörung als «einfach unglaublich». Die aktuelle Lage bezeichnete er als "sehr ernste Entwicklung". Für weitere Auskünfte stand Badr nicht zur Verfügung. "Wir sind immer noch unter den Trümmern", sagte er der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

EMS äußerte sich besorgt über die aktuellen Entwicklungen. Der Libanon sei durch eine "wirtschaftliche und politische Krise, Zahlungsunfähigkeit des Staates, grassierende Armut, Spannungen an der israelisch-libanesischen Grenze und einen starken Anstieg der Covid-19-Infektionen erheblich getroffen".

Pfarrei im Herzen des Parlamentsgebäudes

Die 1848 gegründete Pfarrei liegt direkt am Parlamentsgebäude im Herzen von Beirut, die benachbarte "Near East School of Theology" (NEST) ist laut EMS die wichtigste theologische Ausbildungsstätte der evangelischen Kirchen im Nahen Osten. Seit Beginn der Massenproteste am 17. Oktober 2019 ist das Gebiet abgeriegelt. Im Oktober hatte Badr in einem Interview der KNA in Beirut vor einem politischen Sektierertum gewarnt, das Religion für politische Zwecke missbrauche.
Gleichzeitig bewertete er die konfessions- und religionsübergreifenden Proteste als einen möglichen Schritt zur Überwindung der Spaltungen innerhalb der libanesischen Gesellschaft.

Bei der Explosion von rund 2.750 Tonnen Ammoniumnitrat in einer ungesicherten Lagerhalle im Beiruter Hafen sind nach jüngsten Angaben des Libanesischen Roten Kreuzes mindestens 100 Menschen getötet und mehr als 4.000 verletzt worden. Nach Aussage des Gouverneurs von
Beirut, Marwan Abboud, gelten noch mehr als 100 Personen als vermisst. Örtliche Medien berichteten von chaotischen Zuständen in der zum Katastrophengebiet erklärten Stadt.

(epd)

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