König Trdat III. und der heilige Gregor der Erleuchter (Krikor Lusarowitsch) am Ortseingang von Etschmiadsin
König Trdat III. und der heilige Gregor der Erleuchter (Krikor Lusarowitsch) am Ortseingang von Etschmiadsin
Archimandrit Serovpe Isakhanyan, Bischof der armenisch-apostolischen Kirche in Deutschland
Archimandrit Serovpe Isakhanyan, Bischof der armenisch-apostolischen Kirche in Deutschland

13.05.2019

Neuer armenischer Bischof in Deutschland "Verlässlicher und ökumenisch engagierter Vertreter"

Am Sonntag wurde Archimandrit Serovpe Isakhanyan zum Bischof geweiht. Das Verhältnis zwischen der Armenischen Apostolischen Kirche und der katholischen Kirche in Deutschland sei "gut und geschwisterlich", erklärte Bischof Gerhard Feige.

Die Zeremonie fand am Sonntag in der Kathedrale von Etschmiadsin nahe der armenischen Hauptstadt Yerevan statt. Archimandrit Serovpe Isakhanyan ist vor einem Jahr zum neuen Leiter der Diözese der Armenisch-Apostolischen Kirche in Deutschland gewählt worden.

Die katholischen Bischöfe Deutschlands erklärten dazu am Montag in Bonn, Isakhanyan sei ein "seit vielen Jahren verlässlicher und ökumenisch engagierter Vertreter".  Das Verhältnis zwischen der Armenischen Apostolischen Kirche und der katholischen Kirche in Deutschland sei "gut und geschwisterlich", erklärte der Ökumene-Bischof der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Gerhard Feige. Er hatte gemeinsam mit dem Hildesheimer Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger an der Weihe teilgenommen.

Dialog zwischen den Kirchen

Für den Dialog zwischen den Kirchen forderte Feige Offenheit und Verständnis. "Nur in solchem Geist wächst die Wertschätzung für den Reichtum, den unsere unterschiedlichen Traditionen bergen." Der Magdeburger Bischof erinnerte an den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich zu Beginn des 20. Jahrhunderts. "Bis heute stehen wir tief erschüttert vor dieser Tragödie", sagte Feige.

Unfassbar sei das Leid, das die Deportation von hunderttausenden, bis zu anderthalb Millionen Armeniern, Syrern, Assyrern und Pontos-Griechen aus ihren Heimatgebieten in der heutigen Türkei bedeutet habe. "Fassungslos macht uns gerade als deutsche Bischöfe auch der Umstand, dass die Regierung des Deutschen Reiches aus Machtkalkül zu diesen Ereignissen geschwiegen hat."

Biographie und Geschichte

Isakhanyan stammt aus der Region Periya im Iran; 1968 zog seine Familie nach Armenien um. Er studierte an der Gevorgyan Theologischen Akademie in Etschmiadzin und wurde 1987 zum Priester geweiht. Nach verschiedenen Stationen in der Seelsorge in Armenien und Usbekistan wurde er 1995 nach Deutschland entsandt, wo er in Köln, Berlin, Bremen, Hamburg, Halle, Braunschweig, Hanau, Mainz, Gießen und Frankfurt als Gemeindepfarrer tätig war. Von 2010 bis 2017 war Isakhanyan zugleich Generalvikar der 1991 gegründeten Diözese.

Die 15 Gemeinden der Diözese werden von fünf Priestern betreut. Sie verfügt allerdings nur über drei eigene Kirchengebäude in Köln, Göppingen und Halle. Die übrigen armenischen Kirchengemeinden genießen Gastrecht in einer örtlichen evangelischen oder katholischen Kirche für ihre Gottesdienste.

Von 1915 bis 1918 wurden im damaligen Osmanischen Reich zwischen 300.000 und 1,5 Millionen christliche Armenier, Pontos-Griechen, Assyrer und Aramäer ermordet. Die Verbrechen sind von vielen Ländern als Völkermord anerkannt. Die Türkei weist den Begriff scharf zurück.

(KNA)

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