Syrische Flüchtlinge in Azraq (Jordanien)
Syrische Flüchtlinge in Azraq (Jordanien)

15.02.2019

Syrischer Weihbischof befürchtet neue Abwanderungswelle "Die Menschen leiden"

Der in der Nähe der syrischen Stadt Homs lebende griechisch-orthodoxe Weihbischof Elias Toumeh warnt vor einer neuen Abwanderungswelle. Viele Menschen gingen aufgrund bitterer Armut, auch in Richtung Europa.

"Viele möchten ja im Land bleiben, aber sie haben nicht ein Minimum dessen, was sie brauchen. Ein Teil unserer Bevölkerung ist wegen des Krieges geflohen. Ich fürchte, dass jetzt erneut viele weggehen werden - wegen der Armut", sagte der in Syrien lebende griechisch-orthodoxe Weihbischof Elias Toumeh im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Presse" am Freitag.

Emigration fundamentales Problem

Auch wenn sich die Lage in Syrien verbessert habe und es weniger Militäraktionen gebe, halte die Emigration weiter an und sei längst zu einem "fundamentalen" Problem geworden. Vor allem reiche und gebildete Personen und ein Teil der Jugend, der den Militärdienst nicht ableisten wolle, gingen weg. Das Land verliere so einen Großteil seines Potenzials für die Zukunft, so der Weihbischof.

Befeuert werde die Emigrations-Bewegung auch von der "furchtbaren" wirtschaftlichen Lage: "Es gibt kaum Gas, Treibstoff, keinen Strom. Die Währung ist zusammengebrochen. Die Menschen leiden."

Politisch motivierter Konflikt

Der Weihbischof drängte auf eine politische Lösung des Konflikts. Der Krieg in Syrien sei nie religiös, sondern immer politisch motiviert gewesen, betonte er. Allerdings habe die Auseinandersetzung auch Spannungen zwischen den Religionen sichtbar gemacht.

"Ich denke, Religion wurde im Krieg von einigen Akteuren dann als Instrument missbraucht. Das Feuer ist von außen gekommen, aber wir hatten bereits das Material, das dann zu brennen begonnen hat." Schwierig machten die Friedensbemühungen auch die Beteiligung vieler verschiedener Gruppierungen und Länder an dem Konflikt - etwa Iran, Saudi-Arabien, die Türkei und Katar.

(KNA)

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