Blick auf Jerusalem
Blick auf Jerusalem

25.12.2017

Auch Guatemala will Botschaft nach Jerusalem verlegen Morales folgt Trump

Die Regierung von Guatemala hat angekündigt, die Botschaft des Landes in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Das verbreitet Präsident Jimmy Morales in den Sozialen Medien und folgt damit Trump.

Nach den USA will auch Guatemala Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. Nach Gesprächen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wolle er sein Außenministerium anweisen, den Sitz der Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, schrieb Präsident Jimmy Morales laut israelischen Medien vom Sonntag (Ortszeit) zum Weihnachtsfest auf Facebook.

Einer Meinung mit Trump

Nach einem Telefongespräch mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu ließ Morales seine Entscheidung auf Twitter verbreiten. Damit handelt er einem Votum der Vollversammlung der Vereinten Nationen zuwider, das die Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump mehrheitlich verurteilt hat. Guatemala stimmte zusammen mit neun anderen Staaten gegen die Resolution, die völkerrechtlich nicht bindend ist.

Trump hatte am 6. Dezember Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Die Ankündigung hatte Proteste und Ausschreitungen in den Palästinensergebieten, in Jerusalem und der gesamten arabischen Welt ausgelöst. Guatemala unterhält seit längerem einen intensiven Austausch mit Israel, insbesondere in Sicherheitsfragen.

Evangelischen Kirchen Malaysias für Jerusalem als Hauptstadt

"Jerusalem ist ein Ort, an dem alle Religionen interessiert sind. Es sollte eine Stadt des Friedens sein. Es sollte die gemeinsame Hauptstadt sein", sagte Pastor Hermen Shastri, Generalsekretär des Rates der protestantischen Kirchen Malaysias laut örtlichen Medienberichten (Montag). Er äußerte sich in einer Rede zum Weihnachtsempfang des Rats am Montag.

Die Kirchen würden die Position der Vereinten Nationen teilen, derzufolge "beide Seiten" Zugang zu den religiösen Orten in Jerusalem haben sollten. Shastri forderte alle beteiligten Parteien auf, den Jerusalemkonflikt durch Verhandlungen zu lösen statt nur zu protestieren und zu demonstrieren.

Damit unterstützen die evangelischen Kirchen auch die Position der Regierung des mehrheitlich islamischen Malaysia in der Jerusalemfrage. Malaysia lehnt entschieden die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA ab.

 

 

 

(KNA)

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