Warnschild in der Zentralafrikanischen Republik
Warnschild in der Zentralafrikanischen Republik
Erzbischof Ludwig Schick
Erzbischof Ludwig Schick

23.08.2017

Weltkirche-Bischof Schick bestürzt über Gewalt in Zentralafrika Terror und Menschenrechtsverletzungen

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick ist auch Vorsitzender der Kommission Weltkirche bei der DBK. In dieser Funktion war er nun wieder einmal auf Reisen - und zeigte sich erschüttert über die Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik.

"Fast das gesamte Land wird von unterschiedlichen bewaffneten Gruppen terrorisiert. Schlimme Menschenrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung", sagte der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz nach einer mehrtägigen Reise in das Krisengebiet, wie die Deutsche Bischofskonferenz an diesem Mittwoch in Bonn mitteilte. Schick appellierte an die internationale Gemeinschaft, dem Morden in der Zentralafrikanischen Republik ein Ende zu bereiten.

Religion für Interessen missbraucht

Zugleich betonte der Erzbischof: "Auch wenn einige Milizenführer immer wieder die Religionen für ihre Interessen missbrauchen, so ist doch offensichtlich, dass es um Wirtschaftsvorteile und Macht geht und dass die Konfliktursachen vielschichtig sind."

Schick traf neben Kirchenvertretern auch den Leiter der UN-Mission MINUSCA, Parfait Onanga-Anyanga. Den Soldaten wird vorgeworfen, die Bevölkerung nur unzureichend zu schützen und parteiisch zu agieren.

Aufbau eines Staatswesens unterstützen

Der Erzbischof betonte, die UN-Soldaten hätten sich neutral zu verhalten, die Entwaffnung der Milizen solle im Vordergrund stehen. "Alle, die Menschenrechte verletzt und Verbrechen begangen haben, müssen zur Verantwortung gezogen werden", so der Weltkirche-Bischof.

Das Land müsse zudem weiter beim Aufbau eines Staatswesens unterstützt werden, damit es durch "Frieden, Sicherheit und funktionierende staatliche Strukturen" dauerhaft stabilisiert werden könne. Neben der Zentralafrikanischen Republik besuchte Schick auch das Nachbarland Kamerun im Rahmen seiner sechstägigen Visite.

(KNA)

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