Festlich beleuchteter Krippenplatz in Bethlehem
Festlich beleuchteter Krippenplatz in Bethlehem

25.12.2020

Weihnachtsbotschaften aus Bethlehem Christen als integraler Bestandteil Palästinas

Der Bürgermeister von Bethlehem, Anton Salman, und der palästinensische Präsident Mahmud Abbas haben die Bedeutung der Christen im Heiligen Land hervorgehoben. Außerdem sprachen sich beide gegen die israelische Besatzung aus.

Der Bürgermeister von Bethlehem, Anton Salman, beklagt anhaltende Ungerechtigkeit für die Palästinenser.  Bethlehem, "eine Stadt, die für eine universale Botschaft der Hoffnung und des Friedens steht, wurde zu einem Symbol der Apartheid gemacht", so Salman in seiner in örtlichen Medien verbreiteten Weihnachtsbotschaft.

Viele Probleme für eine Stadt mit viel Potenzial

Israel setze durch den Siedlungsbau seine Politik einer "Strangulierung Bethlehems" fort und beende damit jede Möglichkeit eines zusammenhängenden Palästinenserstaates. Gleichzeitig gehe die Stadt durch eine tiefe Wirtschaftskrise. Die israelische Besatzung verwehre einen souveränen Zugang zu natürlichen Ressourcen und internationalen Grenzen, die zu den grundlegenden Komponenten einer jeden Wirtschaft gehöre. Hinzu komme "das Ende des Tourismus, ob ausländisch oder einheimisch durch die Covid-19-Pandemie", so Salman. Bethlehem bezeichnete er als eine Stadt mit enormem Potenzial.  

Bethlehems Bürgermeister rief die neugewählte US-Regierung auf, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die von Donald Trump verursachten Schäden für die Palästinenser umzukehren. Das schließe eine Absage an Trumps Nahost-Plan ein. Der Weg zu einer florierenden Zukunft müsse über ein Ende "illegaler israelischer Kolonialisierung" gehen.

Abbas würdigt Präsenz der Christen in Palästina

Das Coronavirus hat die Welt nach Worten des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas in schwierige und gefährliche Umstände gebracht. Mit dem neuen Jahr liege die Hoffnung aller darauf, "dass die Menschheit über diese Pandemie siegen wird, die die Welt ermüdet hat", sagte er in seiner in der Nacht zu Freitag von örtlichen Medien verbreiteten Weihnachtsbotschaft.

Die Pandemie habe allen Einschränkungen und einen ungewöhnlichen Lebensstil auferlegt, so der 85-Jährige, der bedauerte, erstmals nicht an den Weihnachtsfeierlichkeiten teilnehmen zu können. "Wir sitzen alle in einem Boot, und wir müssen zusammen rudern für die
Rettung der Menschheit", zitierte er aus einer Predigt Papst Franziskus'.

"In diesem Jahr werden wir die Festbotschaft in unseren Herzen behalten und seine Freude in unseren Häusern, der Gesundheit und Sicherheit zuliebe, die unsere Priorität bleiben", so Abbas weiter. Die Christen bezeichnete er als integralen Bestandteil Palästinas und
dankte den Kirchen und ihren Einrichtungen für die Unterstützung des palästinensischen Volkes.

Abbas kritisierte die anhaltende israelische Besatzung und "ihre aggressiven Praktiken gegen unsere islamischen und christlichen Heiligtümer". Die Palästinenser verdienten Gerechtigkeit für ihre Sache, ein anständiges Leben und ein Ende der Besatzung. "Wir alle hoffen, dass das nächste Jahr kommen wird, die Pandemie vorbei und die Besatzung verschwunden ist."

(KNA)

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