Lebhafte Diskussionen im Seminar zur Vorbereitung der Jugendsynode 2018
Lebhafte Diskussionen im Seminar zur Vorbereitung der Jugendsynode 2018
Kardinal Lorenzo Baldisseri
Kardinal Lorenzo Baldisseri

15.09.2017

Vatikan will Jugendliche bei Bischofssynode stärker einbeziehen "Aufeinander hören und miteinander wachsen"

Der Vatikan hat angekündigt, für die Bischofssynode zum Thema Jugend 2018 junge Leute stärker einzubeziehen. Es gehe darum, die "Frische der neuen Generation" zu nutzen, sagte der Generalsekretär der Synode, Kardinal Lorenzo Baldisseri. 

Den Vorschlag, ein Jugendteam einzurichten, das die Synodenvorbereitungen unterstützt, sowie Möglichkeiten zum Austausch von Jugendlichen und Synodenvätern während des Bischofstreffens werde man prüfen, erklärte Kardinal Baldisseri am Freitag in Rom.

Die Jugendlichen sollten auch bei der Erarbeitung des Vorbereitungsdokumentes, des "Instrumentum laboris", einbezogen werden. Zuvor hatte er bereits angekündigt, dass junge Leute als Gasthörer an der Synode im Oktober 2018 teilnehmen sollten.

Idee eines Jugendberatergremiums

Es gehe auch darum zu überlegen, wie einige junge Leute dauerhaft in Organismen des Heiligen Stuhls integriert sein könnten, so Baldisseri weiter. "Wenn wir die von Papst Franziskus vorgegebene Linie zur Reform der Kirche ernsthaft fördern wollen, können und müssen wir mit der Frische der neuen Generationen starten", so der Kardinal.

Baldisseri äußerte sich in der Zentrale des Jesuitenordens in Rom zum Ende eines internationalen Seminars zur Vorbereitung der Bischofssynode. Bei der einwöchigen Veranstaltung hatten auch junge Leute gesprochen und angeregt, für den Papst ein Jugendberatergremium - ähnlich dem Kardinalsrat - einzurichten. Dies sei ein "sehr ambitionierter Vorschlag", so Baldisseri.

Schlussbotschaft in mehreren Sprachen

Den teilnehmenden Jugendlichen ging es besonders darum, ernst genommen und angehört sowie wie aktiv einbezogen zu werden. Das sagten sie auch in ihrer Videobotschaft zum Ende des Seminars: Die Schlussbotschaft, in mehreren Sprache vorgetragen, lautet: "Wir sind eine Familie. Lasst uns aufeinander hören und miteinander wachsen."

Unter den rund 80 Teilnehmern des Seminars waren laut Baldisseri 21 Jugendliche, sowie Ordensleute, Priester und Experten verschiedener Fachbereiche aus mehreren Ländern. Zudem hatten sich etwa 50 Gäste angemeldet. Das Seminar erörterte in Vorträgen und Diskussionen nach Sprachgruppen jeweils Erfahrungen und Einschätzungen zu unterschiedlichen Themen: Identität, Technologie, Transzendenz und Glaube, Unternehmungsgeist und Andersartigkeit.

Die Bischofssynode im Oktober 2018 steht unter dem Thema "Die Jugend, der Glaube und die Berufungsunterscheidung". Bereits unter Benedikt XVI. (2005-2013) und besonders unter Papst Franziskus haben die Weltbischofssynoden innerkirchlich an Bedeutung gewonnen. Allerdings haben sie weiterhin keine eigenständige Funktion, sondern dienen als Beratungsorgan für den Papst. Er fasst die Beratungsergebnisse in einem eigenen Abschlussdokument zusammen und veröffentlicht sie.

(KNA)

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