Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, sprechen mit Helfern in Erftstadt.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, sprechen mit Helfern in Erftstadt.

17.07.2021

Politiker und Kirchenvertreter besuchen Hochwassergebiete "Es ist entsetzlich"

Nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben Vertreter aus Politik und Kirche besonders betroffene Gebiete besucht. "Es ist verheerend", so der Trierer Bischof Stephan Ackermann nach einem Besuch in betroffenen Orten. 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bekundete am Samstag in Erftstadt südlich von Köln Trauer und Solidarität. Der katholische Trierer Bischof Stephan Ackermann nannte das Ausmaß der Zerstörung in der Ahr-Region "entsetzlich". Für den Abend war in Trier ein Klage-Gottesdienst gemeinsam mit der evangelischen Kirche geplant. Die Zahl der Todesopfer wurde in beiden Bundesländern am Samstag mit insgesamt mindestens 130 angegeben. Die Rettungs- und Aufräumarbeiten dauerten an.

Steinmeier betonte Medienberichten zufolge, dass das Land in der Not zusammenstehe. Das Schicksal der Opfer zerreiße das Herz. Gemeinsam mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sprach Steinmeier auch mit Helfern. Sie dankten ihnen für ihren Einsatz. In Erftstadt sei in Windeseile spürbar gewesen, dass sich ein Leben von einer Sekunde auf die andere ändern könne, so Laschet. Dort waren Häuser vom Wasser unterspült worden und teilweise eingestürzt. "Das, was wir erleben, ist eine Jahrhundertkatastrophe." Laschet betonte, dass Land und Bund beim Wiederaufbau zusammenarbeiten müssten. Laut "Bild am Sonntag" will sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im stark betroffenen Ort Schuld in Rheinland-Pfalz am Sonntag über die Schäden informieren.

Bischof Ackermann: "Es ist entsetzlich"

Bischof Ackermann äußerte sich am Samstag erschüttert, nachdem er am Vortag Bad Neuenahr-Ahrweiler, Schuld und Remagen besucht hatte. "Es ist entsetzlich, das Ausmaß der Zerstörung zu sehen: Ich habe teilweise völlig zerstörte Häuser gesehen, in denen kein Stein mehr auf dem anderen steht; zerstörte oder völlig verschlammte Straßen; Autos, die hochkant oder gegeneinander aufgeschichtet in den Vorgärten stehen", sagte Ackermann in einem vom Bischöflichen Generalvikariat verbreiteten Interview. "Es ist verheerend."

Die Hilfsbereitschaft sei "riesig", betonte Ackermann. Ihm sei wichtig gewesen zu hören, welche Hilfe die Kirche leisten könne. Da sei der Einsatz von Seelsorgern und Mitarbeitenden sowie von Notfallseelsorgern, "die mit vielen Frauen und Männern die Menschen hier begleiten, stützen und trösten". Auch gebe es Spendenkonten. Gemeinsam mit dem Präses der evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, wollte er am Abend um 18.00 Uhr einen ökumenischen Klage-Gottesdienst in der Trierer Konstantin-Basilika gestalten. Die Aufzeichnung wird am Sonntag um 9.00 Uhr auf der Internetseite der rheinischen Landeskirche zu sehen sein.

Auch die Schura Rheinland-Pfalz, Landesverband der Muslime, rief zu Spenden und Unterstützung auf. "Jetzt gilt es zusammenzuhalten, schnell vor Ort zu helfen, die Trümmer aufzuräumen und Trost zu spenden."

Leticia Witte
(KNA)

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