Erzbistum Köln stellt Soforthilfe für Opfer der Unwetterkatastrophe bereit

Koordinierungsstab eingerichtet

Die Unwetterkatastrophe in Westdeutschland hat zahlreiche Gemeinden im Erzbistum Köln hart getroffen. Rainer Maria Kardinal Woelki hat seinen Urlaub abgebrochen, um den Menschen vor Ort Trost zu spenden und sie zu unterstützen.

Unwetter in Nordrhein-Westfalen / © Sebastian Schmitt (dpa)
Unwetter in Nordrhein-Westfalen / © Sebastian Schmitt ( dpa )

"Besonders bete ich für diejenigen, die durch die Wassermassen ihr Leben verloren haben und spreche ihren Familien mein aufrichtiges Beileid und Mitgefühl aus", sagte Kardinal Woelki in einem ersten Statement.

Er bedankte sich außerdem für den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehren, ehrenamtlich Engagierten und allen weiteren Helferinnen und Helfern. Das Erzbistum Köln stellt für die Opfer der Flutkatastrophe eine Soforthilfe von 100.000 Euro bereit. Damit sollen schnell konkrete Hilfen vor Ort ermöglicht werden.

Seelsorge für Betroffene

Caritas-International hat außerdem ein zentrales Spendenkonto für die Betroffenen eingerichtet. Einzelne Gemeinden haben dies auch schon dezentral für sich vor Ort getan. Notfallseelsorger sind vor Ort im Einsatz. Die Telefonseelsorge steht für Betroffene der Unwetterkatastrophe unter folgenden Nummern für Gespräche zur Verfügung: 0800 – 1110222 und 0800 - 1110111.

Unterkünfte im Kollegium Albertinum

Viele Menschen haben durch die Katastrophe ihr Zuhause verloren und suchen jetzt nach Unterkünften. Dafür hat Kardinal Woelki kurzfristig 15 Zimmer im Kollegium Albertinum in Bonn zur Verfügung gestellt. Außerdem sollen die Tagungs- und Bildungshäuser des Erzbistums als Unterkünfte genutzt werden.

Das Erzbistum hat zum weiteren Vorgehen einen Koordinierungsstab eingerichtet, um die Situation in den Gemeinden zu erfassen und entsprechende Hilfen zu koordinieren. Inwiefern auch kirchliche Gebäude und Gebäude in kirchlicher Trägerschaft Schaden genommen haben, wird derzeit noch erfasst.

Situation in Altenberg

Generalvikar Dr. Markus Hofmann und Diözesanjugendseelsorger Tobias Schwaderlapp haben sich bereits gestern ein Bild von der Situation in Altenberg gemacht. Dort stand die Markuskapelle, das älteste Gebäude in Altenberg (1225), zwischenzeitlich bis zu einer Höhe von 1,40 Metern unter Wasser.


Diözesanjugendseelsorger Tobias Schwaderlapp (l.) und Generalvikar Dr. Markus Hofmann (r.) in Altenberg / © Oliver Schillings (Erzbistum Köln)
Diözesanjugendseelsorger Tobias Schwaderlapp (l.) und Generalvikar Dr. Markus Hofmann (r.) in Altenberg / © Oliver Schillings ( Erzbistum Köln )

Schäden nach Unwetter in Altenberg / © Schillings (Erzbistum Köln)

Generalvikar Dr. Markus Hofmann und Diözesanjugendseelsorger Tobias Schwaderlapp begutachten die Schäden in Altenberg, die das Unwetter verursacht hat / © Schillings (Erzbistum Köln)
Generalvikar Dr. Markus Hofmann und Diözesanjugendseelsorger Tobias Schwaderlapp begutachten die Schäden in Altenberg, die das Unwetter verursacht hat / © Schillings ( Erzbistum Köln )
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