Sozialbischof prangert prekäre Arbeitsverhältnisse an

"Menschenwürdig statt prekär"

Der katholische Sozialbischof Franz-Josef Overbeck fordert von der Kirche, zu prekären Arbeitssituation deutlich Stellung zu beziehen. Er stellt sich damit hinter eine Initiative der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung.

Beschäftigte in der Fleischindustrie / © Evgeniy Kalinovskiy (shutterstock)
Beschäftigte in der Fleischindustrie / © Evgeniy Kalinovskiy ( shutterstock )

Gleichzeitig müsse die Kirche Angebote im Bereich Bildung und Weiterbildung anbieten, um Arbeitnehmende aus prekären Arbeitsverhältnissen zu holen, sagte der Essener Bischof im Rahmen der Bundesdelegiertenversammlung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB).

"WERTvoll arbeiten - menschenwürdig statt prekär"

Mit dem Leitantrag "WERTvoll arbeiten - menschenwürdig statt prekär" will der katholische Sozialverband offensiv prekäre Arbeit bekämpfen, wie der KAB am Mittwoch in Köln mitteilte. So könnten prekär Arbeitende ihre Rechte nicht in vollem Maße wahrnehmen.

Die Delegierten haben sich demnach mit ihrem Beschluss zum Leitantrag verpflichtet, "im Verband Projekte voranzubringen, die aufzeigen, wie menschenwürdiges Arbeiten, nachhaltiges Wirtschaften und die Sorge für kommende Generationen funktionieren können". Zudem müsse in einer zunehmenden digitalisierten Arbeitswelt die Mitbestimmung angepasst und gestärkt werden, um eine Sozialpartnerschaft auf Augenhöhe zu garantieren.

Fortschritte für "gute Arbeit"

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesarbeitsministerium, Kerstin Griese, verwies bei der Versammlung darauf, dass bereits in dieser Legislaturperiode mit dem Mindestlohngesetz, dem Betriebsrätemodernisierungsgesetz, dem Lieferkettengesetz und der Pflegereform wichtige Schritte zu "guter Arbeit" national und international vorangetrieben worden seien.


Bischof Franz-Josef Overbeck / © Lars Berg (KNA)
Bischof Franz-Josef Overbeck / © Lars Berg ( KNA )
Quelle:
KNA