Erzbistum Köln startet telefonische Seelsorge für Einsame
Symbolbild Telefonieren
Stadtsuperintendent Dr. Bernhard Seiger (li.) und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine
Stadtsuperintendent Dr. Bernhard Seiger (li.) und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine

10.09.2020

Kirchen unterstützen neues Kölner Netzwerk für Suizidprävention Zeit zum Zuhören nehmen

An diesem Donnerstag ist der "Welttag der Suizidprävention". Aus diesem Anlass hat sich jetzt das Kölner Netzwerk für Suizidprävention "überLEBENswert" der Öffentlichkeit vorgestellt. Daran beteiligt ist auch die Katholische Telefonseelsorge Köln.

Zu den Mitgliedern des Netzwerks gehört zudem die Evangelische Telefonseelsorge Köln. Der katholische Stadtdechant Msgr. Robert Kleine und der evangelische Stadtsuperintendent Dr. Bernhard Seiger unterstützen das Netzwerk als Botschafter mit einem gemeinsamen Statement.

Zeit zum Zuhören nehmen

"Wenn ein Mensch für sich und sein Leben keine Perspektive mehr sieht, dann braucht er niemanden, der ihm zuruft: "Das wird schon wieder!" Er braucht dann vielmehr Menschen, die seinen Schmerz sehen, sich Zeit zum Zuhören nehmen, die ihn auffangen und halten können. Und die mit ihm oder ihr gemeinsam versuchen, zurückzufinden ins Leben, Hoffnung und neue Perspektiven zu entwickeln. Wir sind froh und dankbar, dass im Kölner Netzwerk für Suizidprävention zahlreiche Menschen und Institutionen zusammengeschlossen sind, die Menschen Schritt für Schritt dabei begleiten, dass sie ihr Leben wieder lebenswert finden können."

Hilfe in suizidalen Krisen

Das Netzwerk wurde 2019 gegründet und ist ein Zusammenschluss von derzeit acht Kölner Organisationen sowie Expertinnen und Experten aus den Bereichen seelische Gesundheit, Psychiatrie, Krisenhilfe sowie psychologische und psychiatrische Versorgung und Betreuung. Ziel des Netzwerks ist es, Menschen in psychischen Krisen, mit psychischen Erkrankungen und insbesondere in suizidalen Krisen zu unterstützen.

Es sollen Hilfsangebote und Kontakte aufgezeigt werden, um Betroffene, Angehörige, die Öffentlichkeit sowie Berufsgruppen, die mit Suizidalität konfrontiert werden, darauf aufmerksam zu machen, wohin man sich wenden kann und wie man mit Suizidalität angemessen umgeht.

So soll gleichzeitig zur Entstigmatisierung und damit zu einem offenen Umgang mit dem Thema beigetragen werden. Dazu dient auch die neue Website, die nun der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

(KNA)

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