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Gefahren des Internets
Kind mit Tablet
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11.02.2020

"Safer Internet Day" macht auf Gefahren im Netz aufmerksam Online-Sicherheit und digitale Medienkompetenz fördern

Das Internet ist längst kein "Neuland" mehr und digitale Medienkompetenz gefragt wie nie. Vor allem Kinder für Gefahren des Internets sensibilisieren - das soll der "Safer Internet Day" an diesem Dienstag.

"Das Internet ist für uns alle Neuland, und es ermöglicht auch Feinden unserer demokratischen Grundordnung, mit völlig neuen Möglichkeiten und völlig neuen Herangehensweisen, unsere Art zu leben in Gefahr zu bringen." Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Juni 2013. Erster Teil der Aussage war damals schon recht unzutreffend, ist es heute aber ganz bestimmt. Das Internet ist längst kein Neuland mehr. Mit ihrem zweiten Gedanken liegt die Bundeskanzlerin aber gestern wie heute richtig: Das Internet birgt Gefahren.

Bewegungsmangel und Konzentrationsprobleme

Diese Gefahren lauern nicht nur im Großen, wie beispielsweise durch sogenannte Hacker, die illegal in Computersysteme eindringen, sondern auch im Kleinen - und vor allem für die Kleinsten. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind 5,8 Prozent der 12- bis 17-Jährigen von einer internet- oder computerspielbezogenen Störung betroffen. Hier sei in den vergangenen Jahren ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. "Mit der intensiven Nutzung digitaler Medien gehen bei Jugendlichen vielfach Bewegungsmangel und Konzentrationsprobleme einher", erklärt BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss.

Die Studie, auf die sie sich beruft, stammt aus dem Jahr 2015. Geht man von dem von der BZgA beschriebenen kontinuierlichen Anstieg aus, dürften die Zahlen nun etwas höher liegen.

Dafür sprechen auch Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur generellen Internetnutzung in Deutschland, die immer weiter zugenommen hat. Nutzten 2009 noch 76 Prozent der über 10-Jährigen das Internet, so waren es 2015 schon 82 Prozent; heute sind 88 Prozent im Netz unterwegs. Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das erste Quartal 2019 zeigen, dass 89 Prozent der 10- bis 15-Jährigen täglich das Internet nutzen. Nur neun Prozent gaben an, mindestens einmal die Woche im Netz unterwegs zu sein, und niemand aus dieser Altersgruppe surfte weniger als einmal die Woche.

Größere Gefahr Opfer des Internets zu werden

Mehr Nutzung bedeutet im Umkehrschluss aber auch ein größeres Risiko, Opfer der Gefahren des Internets zu werden. Dem soll der am Dienstag stattfindende "Safer Internet Day" entgegenwirken. Ein weltweit begangener Aktionstag, der unter anderem für Gefahren der Internetnutzung sensibilisieren und für einen sicheren Umgang mit digitalen Medien werben soll - vor allem bei Kindern und Jugendlichen.

Die Organisation SOS Kinderdorf warnt Eltern im Hinblick auf den "Safer Internet Day" jedoch davor, Kinder zu stark zu kontrollieren. "Statt mit Panik und Verboten zu reagieren, sollten Eltern ihre Kinder mit Interesse, aber auch klaren Regeln für die digitale Welt begleiten", sagt Karen Silvester, die bei der Organisation für Medienbildung zuständig ist. Kinder müssten den selbstbestimmten und sicheren Umgang mit digitalen Medien erst erlernen. Apps oder Accounts solle man deswegen gemeinsam einrichten und zusammen die Sicherheits- und Datenschutzeinstellungen checken, empfiehlt SOS Kinderdorf. "Eltern können ihre Kinder vorbereiten und ihnen Grundlagen beibringen, laufen lernen müssen sie selber", so Silvester.

Alltägliches im Netz

Denn das Internet bietet nicht nur "völlig neue Möglichkeiten und Herangehensweisen, unsere Art zu leben in Gefahr zu bringen", sondern eben auch Raum für Innovation. Und es ist aus dem Leben der Menschen nicht mehr wegzudenken. "Vom Einkauf über die Informationsbeschaffung bis hin zur Unterhaltung verlagern sich immer mehr alltägliche Aktivitäten auf das Internet", erklärte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Georg Thiel, im vergangenen Oktober bei der Präsentation der neuesten Daten zur Digitalität in Deutschland.

Die Trennung in eine digitale und eine analoge Sphäre vollziehe der Großteil der Deutschen nicht mehr. "Das Netz ist integraler Bestandteil der Lebenswelt von fast allen", so Thiel weiter. Umso wichtiger scheint es also, immer wieder Online-Sicherheit und Kompetenz im Umgang mit digitalen Medien zu fördern.

Denise Thomas
(KNA)

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