EKD will zunächst kein eigenes Rettungsboot
Rettungsring auf einem Boot
Präses Manfred Rekowski
Manfred Rekowski

03.12.2019

Rheinische Kirche spendet 100.000 für Rettungsschiff "Appelle allein reichen nicht länger aus"

Die Evangelische Kirche im Rheinland unterstützt das geplante Rettungsschiff vom zivilgesellschaftlichen Bündnis "United 4 Rescue" für Flüchtlinge im Mittelmeer mit 100.000 Euro. Damit will die Kirche einen Beitrag zur Seenotrettung leisten.

Der rheinische Präses Manfred Rekowski rief am Dienstag in Düsseldorf zudem die Kirchengemeinden zwischen Niederrhein und Saarland zu einer Sonderkollekte für das Vorhaben und für in Griechenland gestrandete Bootsflüchtlinge auf. Die Spendensammlung von Evangelischer Kirche in Deutschland (EKD) und dem Bündnis für das Schiff war am Dienstag in Hamburg vorgestellt worden.

Rekowski verwies auf die immer wieder erschreckenden Nachrichten von ertrunkenen Menschen im Mittelmeer. "An dieses tausendfache Sterben wollen wir uns nicht gewöhnen", schrieb der leitende Theologe in einem Brief an die 687 Gemeinden der rheinischen Landeskirche.

Notwendigkeit eines Verteilmechanismus

"Angesichts der humanitären Katastrophe und des fortdauernden politischen Stillstands auf europäischer Ebene reichen Appelle allein nicht länger aus." Die rheinische Kirche habe wiederholt deutlich gemacht, dass es Seenotrettung und einen europäischen Verteilmechanismus brauche.

Der Präses appellierte an die Gemeinden, sich dem Aktionsbündnis anzuschließen. Ein einziges Rettungsschiff löse zwar nicht das Problem. "Doch es ist ein eindeutiges Signal dafür, dass unsere Gesellschaft die Werte der Humanität nicht aufgibt. Und es rettet Menschenleben", sagte Rekowski, der auch Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der EKD ist. Auch die rheinische Kirchenleitung habe sich dem Bündnis angeschlossen.

Initiative des evangelischen Kirchentags​

Zugleich werde der Theologe die Gemeinden in den kommenden Wochen um eine Klingelbeutelkollekte bitten, von der jeweils die Hälfte an "United 4 Rescue" und an Bootsflüchtlinge in Griechenland gehen solle, wo sich die humanitäre Lage seit Wochen zuspitze.

Unter dem Hashtag #WirschickeneinSchiff werden auch online Spenden gesammelt. "United 4 Rescue - Gemeinsam Retten!" ist ein Bündnis aus Kirchen, Kommunen, Vereinen und Initiativen. Es kritisiert die Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung und fordert faire Asylverfahren. Ein Trägerverein wurde Mitte November gegründet.

Im September hatte die EKD bekanntgegeben, dass sie zusammen mit einem Verein die Seenotrettungsorganisation "Sea-Watch" beauftragen möchte, ein Schiff ins Mittelmeer zu schicken. Der Beschluss geht auf eine Initiative des evangelischen Kirchentags im Juni zurück. Auch das rheinische Kirchenparlament hatte bereits zu Jahresbeginn auf Vorschlag der Jugendsynode beschlossen, die Bereitstellung eines neuen Seenotrettungsschiffs zu ermöglichen.

(epd)

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