Migranten an der US-Grenze
Migranten an der US-Grenze

10.08.2019

Solidaritätskampagne des Flüchtlingshilfswerks erfordert Muckis Jeder Schritt zählt

Viel Muskelkraft erfordert eine Kampagne des Flüchtlingshilfswerkes UNHCR: Joggen, radeln, bergsteigen - alles ist erlaubt, um zwei Milliarden Kilometer in Solidarität mit 70,8 Millionen Flüchtlingen zurückzulegen.

Was haben die belgische Fußball-Nationalelf, der Hollywood-Schauspieler Ben Stiller und der Deutsche Behindertensportverband gemeinsam? Sie alle joggen, laufen oder radeln für den guten Zweck und helfen, bis Mitte 2020 zwei Milliarden Kilometer zurückzulegen. Damit bekunden sie ihre Solidarität mit 70,8 Millionen Flüchtlingen weltweit.

Denn Berechnungen des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) zufolge müssen Vertriebene diese Strecke bewältigen, bevor sie einen sicheren Ort für sich und ihre Familien finden. Rund 50.000 Menschen in 28 Staaten beteiligen sich bereits an der Kampagne "Zwei Milliarden Kilometer Richtung Schutz" des Flüchtlingshilfswerkes und setzen somit ein starkes Signal für Menschen auf der Flucht.

"Über 70 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Die Bilder kürzlich vom Rio Grande in Mexiko oder vom Anschlag in Libyen zeigen einmal mehr, dass Flucht immer Verzweiflung und Lebensgefahr bedeutet", sagt der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer.

Bewusstsein für Migranten schaffen

Syrische Flüchtlinge legten im Jahr 2016 durchschnittlich rund 240 Kilometer bis in die Türkei zurück, südsudanesische Flüchtlinge mussten 640 Kilometer bis nach Kenia überwinden, und Rohingya aus Myanmar hatten bis Bangladesh 80 Kilometer zu bewältigen. Die Kampagne solle auch dafür sensibilisieren, wie dringend weitere Hilfen für Menschen auf der Flucht benötigt werden, so Ruhenstroth-Bauer.

Darüber hinaus geht es aber auch darum, Verständnis und Bewusstsein für die Lage von geflüchteten Menschen zu schaffen. Auf der Internetseite www.stepwithrefugees.org werden daher exemplarisch die Geschichten von drei Frauen erzählt, die vor Gewalt und Krieg fliehen und ihr altes Leben verlassen mussten.

Eine der Protagonistinnen ist Zeenab, die mit ihrer Familie in Syrien lebte und die Flucht antrat, als ihr Haus bei einem Angriff zerstört wurde. Aus Angst um das Leben ihrer Kinder machten sich Zeenab und ihr Mann mitten im Winter auf den Weg nach Jordanien. Bis auf ein paar Kleidungsstücke mussten sie alles zurücklassen. In drei Tagen legten die Eltern mit ihren Kindern auf dem Rücken rund 144 Kilometer zurück, bis sie schließlich in Jordanien ankamen - neun weitere Kilometer und die Familie erreichte das Flüchtlingscamp Za'atari nahe der nördlichen Landesgrenze. "Wir sind dankbar", sagt Zeenab, "Der Winter hier ist hart, aber es ist immer noch besser als in Syrien."

Kampagne verzeichnet 11 Millionen Kilometer

Wer das Kilometerkonto der Aktion füllen möchte, kann das auf mehreren Wegen tun: zum einen über die Fitness-Apps Fitbit und Strava. Die zurückgelegten Kilometer von Nutzern werden der Solidaritäts-Kampagne automatisch gutgeschrieben. Zum anderen kann eine Wegstrecke manuell hinzugefügt werden. Zurzeit verzeichnet der Kilometerzähler auf der Kampagnen-Webseite knapp 11 Millionen zurückgelegte Kilometer.

Der Ultraläufer Heiko Thamm etwa hat in 72 Stunden ganze 285 Kilometer für die Aktion bewältigt. Als Ultraläufer gelten Sportbegeisterte, die Strecken laufen, die sich jenseits der Marathon-Marke von 42 Kilometern befinden. Auch die Bergsteigerin Flor Cuenca Blas hat mit ihrem Aufstieg am 8.000 Meter hohen "Broad Peak" in Pakistan das Kilometerkonto ordentlich aufgefüllt.

Neben Einzelpersonen können laut der Webseite auch Gruppen, Vereine oder Unternehmen teilnehmen und im Team ihre Solidarität mit geflüchteten Menschen demonstrieren. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, Geld zu spenden oder auch eigene Spendenkampagnen auf die Beine zu stellen, deren Erlöse an die Flüchtlingshilfe gehen.

Lisa Konstantinidis
(KNA)

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