Bischof Gregor Maria Hanke
Bischof Gregor Maria Hanke

16.01.2016

Bischof Hanke beunruhigt von Flüchtlingsdebatte Patient Europa

Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke ist beunruhigt von den Wendungen in der aktuellen Flüchtlingsdebatte. Sie nehme bedenkliche Züge an, so Hanke beim Neujahrsempfang seines Diözesanrats.

"Was sich in den letzten Tagen in der Politik als Mainstream herauszukristallisieren begonnen hat, wäre vor vier Monaten noch als rechtsradikal und islamophob gebrandmarkt worden", sagte Hanke beim am Samstag in Eichstätt. Zugleich warnte er davor, "zu Getriebenen unserer eigenen Ängste zu werden".

Menschen in Not müsse geholfen werden, das habe vor fünf Monaten gegolten und gelte auch weiterhin.  Hanke bezeichnete Europa als einen "Patienten, der nicht nur physisch, sondern auch an seiner Seele leidet". Daran sei nicht nur die Politik schuld. Christen müssten sich selbstkritisch fragen, ob sich in dieser Schwäche nicht auch die des eigenen Glaubens spiegele.

An der Wiege Europas stünden Kreuzgänge und Klosterstuben, in denen humanistische Bildung vermittelt worden sei. Heute orientiere sich die Gesellschaft nicht mehr an Kathedralen, sondern an Bankentürmen und Börsenhallen. Mit einer solchen "schwachen Identität" könne die Integration aber nicht gelingen. Daher sei eine "Besinnung auf unsere geistlichen Wurzeln" erforderlich.

Der frühere Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Albert Schmid, appellierte an die verantwortlichen Politiker, die gefährlichen Fluchtwege nach Europa zu entschärfen. "Es muss uns jeden Tag erschrecken, wenn Kinder tot an den Strand gespült werden", sagte der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern.

Die Europäer müssten sich auf klare Kriterien verständigen, wem Schutz und Aufnahme gewährt werden solle, bevor sich die Menschen auf den Weg machten. Dann könnten auch Kontingente vereinbart und Transportfragen geklärt werden. Christen müssten in einer säkularen Welt "eine neue Dynamik der Zivilcourage" entwickeln.

(KNA)

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