Stephan Kramer
Stephan Kramer

20.10.2015

Experten: Angst vor antisemitischen Flüchtlingen nicht schüren Keine Vorverurteilung

Religionsvertreter haben davor gewarnt, die Angst vor einem wachsenden Antisemitismus durch den Zustrom von Flüchtlingen zu schüren. Niemand dürfe vorverurteilt werden, hieß es bei einer Konferenz der Militärseelsorge.

"Viele Flüchtlinge kommen aus Staaten zu uns, in denen Antisemitismus populär ist. Niemand darf aber vorverurteilt werden", sagte der ehemalige Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan Kramer, am Dienstag in Berlin. Kramer äußerte sich bei einem Podiumsgespräch der 60. Gesamtkonferenz der katholischen Militärseelsorge zum Thema "Gewalt in den Religionen".

In vielen jüdischen Gemeinden werde Flüchtlingshilfe geleistet, betonte Kramer. Sie hätten zwar Angst vor dem Ungewissen, aber sie stellten sich der Herausforderung. Dennoch warnte Kramer vor einem neuaufflammenden Antisemitismus. Die Politik nehme jüdische Ängste oft nicht ernst. "Das kann schnell dazu führen, dass Probleme unter den Teppich gekehrt werden", sagte er.

Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) hatte in der vergangenen Woche vor einem zunehmenden Antisemitismus durch die Flüchtlingszuwanderung gewarnt. Viele Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak seien in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der die Vernichtung von Israel und den Juden Staatsdoktrin gewesen sei.

Auch die muslimischen Gemeinden in Deutschland warnen vor Panikmache.

Dennoch brauche es eine frühzeitige Aufklärung, sagte die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor. Nur so könne der bestehende Antisemitismus unter Muslimen bekämpft werden.

 

(KNA)

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