Die "Letzte Hilfe" lindert in der letzten Lebensphase
Symbolbild Sterbebegleitung

30.03.2019

Mehr junge Menschen sollen Sterbende und Trauernde begleiten "Aus der Tabuzone holen"

Neue Wege beim letzten Geleit: Sterbende und Trauernde sollen künftig häufiger von jungen Erwachsenen begleitet werden. Dazu haben das Bundesfamilienministerium und der katholische Malteser Hilfsdienst nun ein Pilotvorhaben gestartet.

Bislang seien unter den Ehrenamtlichen in der Malteser-Fachstelle für Hospizarbeit, Palliativversorgung und Trauerarbeit kaum Menschen zwischen 18 und 30 Jahren vertreten, hieß es am Freitag in einer Mitteilung. Sie könnten aber gerade jüngeren Betroffenen besser helfen, mit Sterben, Tod und Trauer umzugehen.

Malteser-Vorstand Elmar Pankau sagte: "Wir wollen Tod und Trauer auch für Kinder und Jugendliche aus der Tabuzone holen." Bislang seien die Hospizhelfer und Trauerbegleiter meist 20 oder 30 Jahre älter als die jungen Menschen, mit denen sie sprechen. Von den rund 3.700 Ehrenamtlichen des Hilfsdienstes seien nur 3,5 Prozent zwischen 18 und 30 Jahre alt.

Jüngere Menschen für Hospizarbeit gewinnen

Das Ministerium fördert an zunächst elf Standorten der Malteser die Entwicklung neuer Wege und Methoden, um Menschen unter 30 Jahren für die Hospizarbeit zu gewinnen. Dabei werde auch mit Schulen, Universitäten und der Wirtschaft zusammengearbeitet, hieß es. Der Deutsche Hospiz- und Palliativverband gehört ebenfalls zu den Beteiligten. Er vertritt etwa 120.000 Haupt- und Ehrenamtliche.

"Sterbende Menschen und deren Angehörige zu begleiten, ist für mich eine der wichtigsten und intensivsten Formen des Engagements überhaupt", sagte Familienministerin Franziska Giffey (SPD). "Was diese ehrenamtlich tätigen Menschen leisten, ist von unschätzbarem Wert." Deshalb unterstütze sie die Hospizarbeit und wolle dazu beitragen, mehr Ehrenamtliche für diesen Bereich zu gewinnen.

(KNA)

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