Auf dem Weg für Klimagerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung
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Klimapilger
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27.11.2018

Übergabe des Staffelstabs beim Ökumenischen Klimapilgerweg "Gehen stellvertretend für viele"

In Katowice findet in knapp einer Woche die Weltklimakonferenz statt. Dies ist auch das Ziel der Teilnehmer des dritten Ökumenischen Klimapilgerwegs. Nun wurde symbolisch der Staffelstab an die polnischen Nachbarn übergeben.

DOMRADIO.DE: Um Klimaschutz geht es all denen, die auf dem 3. Ökumenischen Klimapilgerweg unterwegs sind. Gestartet ist dieser Anfang September in Bonn, wo die 23. Weltklimakonferenz stattgefunden hatte. Er führt nach Katowice in Polen, wo die nächste Konferenz vom 3. bis 14. Dezember abgehalten wird. Nun kam die pilgernde Gruppe an die Grenze: Zeit für die Staffelübergabe von Deutschland an Polen.

Dazu haben Sie am Montag einen symbolischen Gottesdienst in Berlin mit dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, dem evangelischen Berliner Bischof Markus Dröge und polnischen Bischöfen mitorganisiert und gefeiert, bevor der Klimapilgerweg auf der polnischen Seite weitergeführt wird. Inwieweit haben Sie dabei ein Gemeinschaftsgefühl und eine Grenzüberschreitung gespürt?

Dr. Justus Werdin (Evangelischer Pfarrer und Referent des Berliner Missionswerks für grenzüberschreitende Ökumene und für Osteuropa): Das war sehr zu spüren. Auch der polnische Botschafter hat seinen Vertreter geschickt. Da war ein sehr gemeinsamer Geist im Raum und das haben alle gespürt. Gespannt zu sein und die Freude zu haben, sich miteinander zu treffen, um den guten Geist zu bitten, den alle Versammelten in Kattowitz bei der UNO-Klimakonferenz brauchen werden.

Die Luft wird ja knapp - das Lebenselement Nummer Eins - gleich mit dem Wasser zusammen. Das sind elementare Lebensbedingungen. Dass wir dem richtigen Geist folgen - und Klimagerechtigkeit ist zunehmend ein wichtiges Thema -, war sozusagen zum Greifen nah und das hat uns alle sehr miteinander verbunden.

Es war ein zweisprachiger Gottesdienst, man konnte das lesend mitverfolgen und insofern gab es keine Unterschiede. Wir waren alle gut beieinander.

DOMRADIO.DE: Sie sind ja selbst auch ein Stück dieses Pilgerweges für Klimagerechtigkeit mitgelaufen. Was war das für Sie für eine Erfahrung?

Werdin: Sich zu bewegen, ist die Grundvoraussetzung. Dann bewegt sich etwas und es bewegt sich oft viel mit Kontakten und Gesprächen. Das sind Begegnungen, die vorbereitet sind und sich dann realisieren. Da weiß man bei der Vorbereitung nicht, wie es wird. Aber das ist das, was ich in Frankfurt an der Oder und auch in Berlin mirerleben durfte.

Es waren ganz viele Begegnungen und Kontakte, gestern auch in Berlin, mit Brot für die Welt, dem Evangelischen Entwicklungsdienst, mit Staatssekretär Flasbarth und Frau Füllkrug-Weitzel. Es war zu erleben, wie engagiert der Blick ist auf die anvertrauten Themen.

DOMRADIO.DE: Symbolisch ist es ja auch ein schönes Bild, sich gemeinsam in Bewegung zu setzen für ein großes Ziel. Das Ziel ist klar. Die Frage ist, was bringt das Pilgern für das Klima am Ende. Kann man da etwas zu sagen?

Werdin: Es fördert das Bewusstsein. Wir sind vielleicht zahlenmäßig gar nicht so viele. Gestern waren es fünfzig, heute dreißig. Aber die sind Multiplikatoren. Es sind eine Vielzahl von Menschen drumherum um dieses ganze Projekt, die das noch einmal weiter mit begleiten, vorbereiten in den Gemeinden, wo man ankommt, wo man ein Nachtquartier hat, wo man versorgt werden muss, aber auch inhaltlich.

Es geht darum, die Schmerz- und Strafpunkte aufzusuchen, die Geschichten zu hören, was die Menschen einem anvertrauen. Das alles haben die Pilger im Gepäck und gehen stellvertretend für viele, die sie in Gedanken und im Gebet begleiten. 

Das Interview führte Verena Tröster.

(DR)

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