Klimapilger auf dem Weg - am Mittwoch sind sie in Köln
Die Pilger wollen zum Start des Klimagipfels in Paris eintreffen

30.10.2015

Klimapilger machen Station in Bonn Ökumenisches Bündnis fordert Kehrtwende in der Klimapolitik

Die kirchlichen Hilfswerke Adveniat und Brot für die Welt und sowie das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK) fordern entschiedene Maßnahmen für mehr Klimagerechtigkeit. Der UN-Klimagipfel findet im November in Paris statt.

Ziel der Verhandlungen in Paris müsse es sein, das Ende des fossilen Zeitalters einzuleiten, sagte ZdK-Vizepräsidentin Karin Kortmann in Bonn. Dort wurden Teilnehmer des "Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit" auf ihrer Etappe in Bonn von Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan (CDU) im Alten Rathaus empfangen.

Die am Pilgerweg beteiligten christlichen Organisationen fordern ein gerechtes Klimaabkommen, dauerhafte Klimaschutzmaßnahmen sowie höhere Hilfen zur Anpassung an den Klimawandel für Entwicklungsländer. Der Hauptgeschäftsführer der Bischöflichen Aktion Adveniat, Bernd Klaschka, verwies auf die Umweltenzyklika von Papst Franziskus. Darin rufe das Kirchenoberhaupt jeden Einzelnen zum Konsumwandel auf.

"Es geht um's Überleben"

Die Konferenz Ende November müsse eine Kehrtwende in der Klimapolitik beschließen, sagte die Präsidentin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel. "Es geht um das Überleben von Millionen von Menschen", warnte sie. Allein in den Jahren 2008 bis 2013 hätten weltweit 140 Millionen Menschen wegen Klimaereignissen vorübergehend oder dauerhaft ihre Heimat verlassen müssen. "Wir beklagen uns derzeit über die Zahl der Flüchtlinge, die zu uns kommen und haben zugleich keine Lust, in Paris etwas gegen den Klimawandel zu tun", kritisierte Füllkrug-Weitzel.

Der Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit findet auf Initiative eines Bündnisses aus Landeskirchen, Diözesen, christlichen Entwicklungsdiensten und Missionswerken statt. Der Weg führt von Flensburg nach Paris, wo die Teilnehmer zum Start des Klimagipfels eintreffen wollen.

CIDSE: Ärmste in den Mittelpunkt

Auch der Zusammenschluss katholischer Entwicklungsorganisationen (CIDSE) fordert vor dem Weltklimagipfel in Paris mehr Ehrgeiz bei der Umsetzung der Klimaziele. Die Verhandlungsführer sollten den Menschen in den Mittelpunkt der Debatten stellen. Zentral müsse sein, sie von den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen, heißt es in einem am Freitag in Brüssel veröffentlichtem Bericht "Paris, für die Menschen und den Planeten" einen Monat vor dem Treffen. Dieser gibt Empfehlungen für die Verhandlungspartner und zieht Schlüsse zu der von Papst Franziskus veröffentlichten Umweltenzyklika "Laudato si".

CIDSE-Partner weltweit berichten demnach von den bereits verheerenden Auswirkungen des Klimawandels. In Angesicht dessen und unter Berücksichtigung der Enzyklika sollten daher die Ärmsten in den Mittelpunkt der Debatten gestellt werden, weil sie am meisten unter den Folgen litten. "Regierungen sollten sich daran erinnern, dass die ökologische Krise nicht nur wirtschaftliche und Umweltprobleme mit sich bringt, sondern auch moralische", erklärte CIDSE-Generalsekretär Bernd Nilles. Der Lebensunterhalt und die Existenz vieler Gemeinden, etwa von Bauernfamilien in Afrika oder Küstengemeinden in Bangladesch, stünden auf dem Spiel.

CIDSE empfiehlt einen vollständigen Verzicht auf fossile Energieträger und eine Zukunft mit erneuerbaren Energien. Zudem solle das Ziel, die Erderwärmung zu stoppen, in einem verbindlichen Abkommen festgehalten werden. Der Entwicklungsdachverband fordert Nahrungsmittelsicherheit für alle Menschen weltweit. Es gebe zudem immer noch Milliarden von Menschen ohne Zugang zu Strom. Der Verbund kirchlicher Entwicklungshilfeorganisationen will nach eigenen Angaben Menschen ermutigen, ihre täglichen Entscheidungen zugunsten der Umwelt zu überdenken und zu verändern. 

(epd, KNA)

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Messenger-Gemeinde

Tageskalender

Radioprogramm

 20.10.2020
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • Corona-Maßnahmen in Polen verschärft - Fitnessstudio wird zur Kirche
  • Merkel & Kommunen - Videokonferenz zur Flüchtlingsaufnahme
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Das Heilige Jahr in Santiago de Compostela

Pilgerreise auf dem Jakobsweg mit „ne Bergische Jung“ Willibert Pauels! Jetzt anmelden für Juli 2021!

Himmelklar Podcast

durchatmen – Der Seelsorge Podcast

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…