Bätzing begründet Diskussion beim Synodalen Weg

"Es kann keine katholische Kirche geben ohne Priesteramt"

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, hat zur Debatte über die Zukunft von Priestern in der katholischen Kirche Stellung genommen. Niemand denke daran, das Priesteramt abzuschaffen.

Bischof Georg Bätzing / © Julia Steinbrecht (KNA)
Bischof Georg Bätzing / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Das betonte er am Samstag auf einer Pressekonferenz in Frankfurt zum Abschluss des katholischen Reformprojekts Synodaler Weg. "Es kann keine katholische Kirche geben ohne Priesteramt und es wird sie nicht geben", sagte Bätzing.

Der Limburger Bischof äußerte sich mit Blick auf die zuvor beendete Synodalversammlung und die dortige Beratung eines Grundlagen-Textes mit dem Titel "Priesterliche Existenz heute". Mit 95 zu 94 Stimmen sprachen sich die Teilnehmenden für eine Debatte darüber aus, ob es Priester braucht.

Begründung notwendig geworden

Nicht zuletzt wegen der Missbrauchskrise gebe es Fragen an die Rolle von Priestern innerhalb der katholischen Kirche, erläuterte Bätzing.
Deswegen gelte es zu begründen, "warum und wo die Stellung des priesterlichen Dienstes mitten im Gottesvolk ist". Dieses Ansinnen habe die Synodalversammlung in der Beratung zum Ausdruck bringen wollen.

Georg Bätzing

Georg Bätzing wurde am 13. April 1961 in Kirchen (Sieg) geboren. Er studierte Philosophie und Theologie an der Universität Trier und der Universität Freiburg.

1987 wurde er in Trier zum Priester geweiht. Von 1996 bis 2010 war er als Leiter des Priesterseminars für die Priesterausbildung im Bistum Trier verantwortlich. Bereits 2007 übernahm er die Leitung der Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier. Ab November 2012 war Bätzing Generalvikar des Bistums Trier.

Bischof Georg Bätzing / © Bert Bostelmann (KNA)
Bischof Georg Bätzing / © Bert Bostelmann ( KNA )
Quelle:
KNA