"Frauendemo - Frauen streiten für ihre Kirche" bei einer Demonstration der kirchlichen Protestinitiative Maria 2.0
"Frauendemo - Frauen streiten für ihre Kirche" bei einer Demonstration der kirchlichen Protestinitiative Maria 2.0
Eine Frau hält ein rotes Pappkreuz bei einer Demonstration der kirchlichen Protestinitiative Maria 2.0
Eine Frau hält ein rotes Pappkreuz bei einer Demonstration der kirchlichen Protestinitiative Maria 2.0

24.09.2021

Frauen fordern von Bischöfen geschlechtergerechte Kirche Mit Transparenten und Regenbogenfahnen

Rund 80 Menschen haben zum Abschluss des Herbsttreffens der Bischöfe in Fulda für eine geschlechtergerechte Kirche und eine schonungslose Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch demonstriert. Mehrere Bischöfe waren bereit zum Gespräch.

Sie zogen mit Transparenten und Regenbogenfahnen durch die Innenstadt bis zum Dom. Frauen dürften nicht länger vom Priesteramt ausgeschlossen werden, so ihre Forderung. Es brauche eine radikale und grundlegende Erneuerung der katholischen Kirche.

Zugleich mahnten sie die weitere Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in der Kirche an. "Mit den Verbrechen des sexuellen und geistlichen Missbrauchs, mit der fehlenden Gleichberechtigung, der lebensfremden und diskriminierenden Sexualmoral, der Zölibatsverpflichtung, mit dem Klerikalismus und dem Machtmissbrauch ist übergroßes Leid verbunden", so die Veranstalterinnen der Protestbewegung Maria 2.0.

Dank und Geschenk

Mehrere Bischöfe und die Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz, Beate Gilles, suchten bei der Abschlusskundgebung am Dom das Gespräch mit den Demonstrantinnen. Der stellvertretende Bischofskonferenz-Vorsitzende Franz-Josef Bode dankte den Frauen, dass sie die Kirche mit "Protest, Gebet und Leidenschaft" begleiteten. Der Fuldaer Bischof Michael Gerber schenkte den Demonstrantinnen einen großen Weidenkorb voller Äpfel aus dem Bischofsgarten.

Unterdessen rief die Initiative "Wir sind Kirche" die Bischöfe dazu auf, den "mühsam begonnenen Reformprozess des Synodalen Weges geschlossen und mit voller Kraft weiterzugehen". Es brauche eine theologisch begründete Weiterentwicklung der kirchlichen Lehre. Dabei gehe es keineswegs um einen deutschen Sonderweg oder um eine Abspaltung von der katholischen Weltkirche.

(KNA)

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