Archiv: Bischof Rudolf Voderholzer (r.) beim Auftakt der Synodalversammlung am 31. Januar 2020
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Theologin und ZdK-Mitglied Dorothea Sattler
Theologin und ZdK-Mitglied Dorothea Sattler
Bischof Franz-Josef Bode
Bischof Franz-Josef Bode

04.09.2020

Bischofs-Kritik an Frauenpapier des Synodalen Wegs zeigt Wirkung "Missachtung der Absprache"

Verantwortung übernommen: Nach der Kritik des Regensburger katholischen Bischofs Rudolf Voderholzer an einem Papier zur Rolle der Frauen in der katholischen Kirche räumen die Verantwortlichen Versäumnisse ein.

Die Vorsitzende der zuständigen Arbeitsgruppe, die Münsteraner Theologieprofessorin Dorothea Sattler, entschuldigte sich am Freitag in München. Die Vorlage des Textes sei eine "Missachtung der Absprache" gewesen. Sie und der Mitvorsitzende, der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode, übernähmen die Verantwortung dafür. Die Veröffentlchung sei nicht in manipulativer Absicht geschehen, sondern allein Zeitgründen geschuldet.

Voderholzer nicht in Ausarbeitung einbezogen

Die Arbeitsgruppe zur Rolle der Frauen ist eines von vier Foren, die inhaltliche Vorarbeiten zu den Diskussionen beim Synodalen Weg leisten sollen. Voderholzer ist Mitglied dieses Forums. In einem Offenen Brief hatte der Regensburger Bischof beklagt, dass Textbestandteile publiziert worden seien, über die das Forum noch nicht beraten habe. Er selbst sei nicht einbezogen worden.

Außerdem, so Voderholzer weiter, lasse der Text "jedes theologische Niveau vermissen". In dem Text heißt es unter anderem, Jesus habe Jüngerinnen und Jünger gehabt und niemanden geweiht. Daraus waren in dem Text Forderungen für die Stellung der Frau in der Kirche abgeleitet worden.

Papier mit "sehr angreifbaren" Sätzen

Bode räumte ein, dass das Papier Sätze enthalte, "die sehr angreifbar sind". Die Einwände Voderholzers würden auch bei der nächsten Sitzung des Forums am 28. September erörtert. Sattler und Bode äußerten sich im Rahmen von fünf regionalen Treffen des Synodalen Wegs. Im Vorfeld der Beratungen war das Papier veröffentlicht worden.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, hatte am Donnerstag in Berlin gesagt, Voderholzers Protestbrief sei beim Synodalpräsidium angekommen und zur Kenntnis genommen worden. Man müsse prüfen, ob es tatsächlich satzungswidrige Verfahrensfehler gegeben habe, gegebenenfalls müssten diese eingeräumt und korrigiert werden.

(KNA)

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