Teilnehmer beim Auftakt der Beratungen der Synodalversammlung (Archiv)
Teilnehmer beim Auftakt der Beratungen der Synodalversammlung
Der Paderborner Erzbischof Becker im Gespräch mit Frauen
Der Paderborner Erzbischof Becker im Gespräch mit Frauen

04.02.2020

Erzbischof Becker begrüßt Gesprächskultur auf Synodalem Weg "Unterschiede ins Wort gefasst"

Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker hat sich nach Abschluss der ersten Synodalversammlung zu Reformen in der katholischen Kirche positiv geäußert. Die Teilnehmer seien mit viel Respekt miteinander umgegangen.

Es hätten sich auch gegenüberstehende Vorstellungen gezeigt, erklärte Becker. "Ich erachte es für wichtig und wertvoll, dass gerade zu Beginn dieses herausfordernden Weges diese Unterschiede ins Wort gefasst wurden", sagte der Erzbischof.

Von Donnerstag bis Samstag hatten 230 Kleriker und Laien auf einer sogenannten Synodalversammlung in Frankfurt/Main getagt. Sie ist das höchste Gremium des deutschen Reformdialogs Synodaler Weg. Inhaltlich stehen vier Themen im Zentrum: Macht, priesterliches Leben, Sexualmoral und Rolle der Frau.

Woelki: Hierarchische Verfasstheit der Kirche wurde infrage gestellt

Am Wochenende hatte sich der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki unter anderem darüber beklagt, dass nicht alle Seiten gleichermaßen zu Wort gekommen waren. Auch sei die hierarchische Verfasstheit der Kirche infrage gestellt worden.

Eine kleine Gruppe habe bemängelt, dass lediglich die Geschäftsordnung und nicht die Satzung des Synodalen Weges besprochen worden sei, berichtete der Paderborner Weihbischof Dominicus Meier, der wie Erzbischof Becker an der Versammlung teilgenommen hatte. Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hätten aber zuvor die Satzung unabhängig voneinander verabschiedet.

"Frage nach der Haltung"

Die Kritiker sprachen von "Machtmissbrauch und fehlender Transparenz", wie Meier sagte. Für ihn stelle sich hier die Frage nach der Haltung: "Kann nur das Bestand vor mir haben, an dem ich selbst beteiligt war beziehungsweise wozu ich etwas sagen konnte? Oder kann ich auch anderes gelten lassen, was durch zwei Gremien entschieden wurde?"

(KNA)

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